Kann ein Vitamin B12 Mangel für Haarausfall verantwortlich sein?

Kann ein Mangel an Vitamin B12 für Haarausfall verantwortlich sein?

Ganz unabhängig vom Geschlecht leiden Männer und Frauen, wenn ihnen mit der Zeit Haare verloren gehen. Denn unsere Haare gehören ohne Frage zum westlichen Schönheitsideal und sind das Spiegelbild körperlicher und psychischer Gesundheit.

Verursacht werden kann der Haarverlust durch verschiedene Faktoren, wobei häufig genetische oder hormonelle Gründe eine entscheidende Rolle spielen. Darüber hinaus kann eine unausgewogene Ernährung mit wenigen Vitaminen und Nährstoffen sowie ein ungesunder Lebensstil zu Haarausfall führen.

In diesem Beitrag wollen wir uns einmal genauer mit den Zusammenhängen von Vitamin B12 und Haarausfall auseinandersetzen. Außerdem möchten wir der Frage nachgehen, ob wissenschaftliche Belege existieren, die belegen, dass ein Mangel an Vitamin B12 zu Haarausfall führen kann.

Späterer Lesetipp: Hier haben wir bereits einen ausführlichen Beitrag zu Haarausfall und Vitaminmangel veröffentlicht > 

Ab wann Mediziner von Haarausfall sprechen

Jeder Mensch verliert am Tag bis zu 100 Haare. Wer also hin und wieder ein paar Haare auf dem Kissen, in der Bürste oder Dusche bemerkt, muss noch nicht gleich in Panik verfallen. Erst, wenn über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare täglich verloren gehen, sprechen Dermatologen von Haarausfall. Wer die Anzahl der ausfallenden Haare schwer abschätzen kann, sollte sich einmal die Mühe machen und diese tatsächlich nachzählen.

Vitaminmangel B12 schuld an Haarausfall? Ist das möglich?

Unsere Haare und ihr natürlicher Wachstumszyklus

Im Durchschnitt hat jeder von uns zirka 80.000 bis 120.000 Kopfhaare, wobei diese zirka 0,3 Millimeter am Tag wachsen. Das ergibt eine durchschnittliche Wachstumslänge von einem Zentimeter pro Monat. In einer Haarbürste befinden sich nach dem Kämmen maximal 40 bis 100 Haare. Unsere aus Kreatin bestehenden Haarpracht werden vom Haarwurzel umgebenden Haarfollikel gebildet. Der Zyklus im Haarfollikel durchläuft abwechselnd Phasen der Ruhe und des Wachstums :

  • Die Haare werden in der Wachstumsphase (Anagenphase) gebildet und durch das Farbpigment Melanin gefärbt. Die gesamte Phase dauert ca. zwei bis sechs Jahre.
  • In einer zweiwöchigen Übergangsphase (Katagenphase) wird die Zellbildung gestoppt, was bedeutet, dass die Haare von nun an nicht mehr wachsen.
  • In der Ruhephase (Telogenphase) wird die Stoffwechselaktivität vollständig eingestellt. Das Haar fällt aus, wobei es – zumindest bei gesunden Menschen – von einem nachwachsendem aus der Haarwurzel “gedrückt” wird.

Vorab: Allgemeines über Vitamin B12

Alle B Vitamine sind im Vergleich zu den anderen Vitaminen wie D, E oder A wasserlöslich und lösen sich nicht in Fett auf. Das hat zur Folge, dass sie vom menschlichen Organismus schlechter gespeichert werden können. Wie alle anderen B-Vitamine, nimmt Vitamin B12 eine wichtige Rolle bei dem menschlichen Proteinstoffwechsel ein und fördert die Bildung roter Blutkörperchen. Außerdem dient es zahlreichen Funktionen im zentralen Nervensystem. Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu verschiedenen Symptomen führen:

  • Chronische Müdigkeit und eingeschränkte, kognitive Fähigkeiten
  • Muskel- und Nervenschmerzen
  • Vermehrte Entzündungen im Körper 
  • Schwaches Immunsystem, welches die Infektanfälligkeit erhöht
  • Depressionen
  • Trockene Haare und Haarausfall

Kann ein Vitamin B12 Mangel zu Haarausfall führen?

Neben Vitamin D, A und E sind auch die B-Vitamine überaus wichtig für eine ungesunde Haarpracht. Die Vitamine B 3, 6 und 12 sind für ein kräftiges und gesundes Kopfhaar unabdingbar. Zusammen mit Biotin sorgt Vitamin B12 für eine gesunde Zellbildung und Energieproduktion. Wenn dem menschlichen Organismus Vitamin B12 fehlt, kann der natürliche Wachstumszyklus der Haare gestört werden. Häufig macht sich dies durch sprödes und brüchiges Haar aber auch Haarausfall bemerkbar.  

Haarausfall: An wen kann man sich wenden?

Wer seit längerer Zeit an Haarausfall leidet, sollte sich umgehend an einen Arzt wenden. Dieser kann mithilfe verschiedener Tests – häufig reicht schon ein großes Blutbild – die Ursachen für den Haarverlust bestimmen. Sollte ein Defizit an Vitamin B12 vorliegen, ist es nicht unüblich, dass der Arzt zusätzliche B12-Präparate empfiehlt, welche über einen längeren Zeitraum eingenommen werden sollte.

Natürliche Mittel gegen Haarausfall

Haarausfall kann sowohl durch körperliche als auch äußere Faktoren verursacht werden. In jedem Fall ist es wichtig, die Ursachen für den Haarverlust zu bestimmen, um diesen gezielt zu behandeln. Da pflanzliche Mittel in der Regel ohne Nebenwirkungen eingesetzt werden können, kann man diese noch vor dem ersten Arzttermin verwenden.

# Pflanzliche Mittel zur Förderung des Haarwachstums:

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