Trockene Kopfhaut bei und durch Haarausfall? Dieser Ratgeber gibt Auskunft

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Trockene Kopfhaut und Haarausfall. Wir klären auf.

Haare sind das Spiegelbild psychischer und körperlicher Gesundheit und lassen uns auf unser Umfeld attraktiver wirken. Umso größer ist das Unbehagen, wenn uns die Kopfhaare im Laufe der Lebensjahre verloren gehen. Dabei sind sowohl Männer als auch Frauen überaus häufig davon betroffen. Statistiken zur Folge leiden fast 8 von 10 Männer einmal in ihrem Leben unter ungewolltem Haarausfall. Die häufigste Form der Erkrankung ist der erblich bedingter Haarausfall. Doch auch andere Ursachen wie anhaltender Stress, Hormonschwankungen durch die Wechseljahre oder die Antibabypille sowie eine Störung des Immunsystems kommen dafür infrage. Außerdem wird eine trockene und juckende Kopfhaut häufig mit Haarausfall in Verbindung gebracht. Welche Ursachen dies haben kann und mit welchen Mitteln der Haarausfall gestoppt werden kann, möchten wir in diesem Beitrag genauer beleuchten.

Der Inhalt des Beitrages zusammengefasst

  • Haarausfall wird in der Regel nicht durch eine trockene Kopfhaut verursacht.
  • Für Haarausfall kommen zahlreiche Ursachen infrage, welche gleichzeitig Kopfhautproblemen verursachen können. Mehr dazu im nachfolgenden Beitrag.
  • Um der Kopfhaut Feuchtigkeit zu spenden und diese mit nötigen Nährstoffen zu versorgen, eigenen sich Haaröle. Einige Empfehlungen geben wir weiter unten in diesem Artikel.

Allgemeine Informationen über Haarausfall

Wer täglich ein paar Haare in der Bürste oder Dusche findet, leidet noch nicht gleich an krankhaften Haarausfall. Dermatologen nehmen den Begriff erst in den Mund, wenn über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare täglich verloren gehen. Je nach Ursache wird der natürliche Lebenszyklus der Haare unterbrochen, welcher sich in drei verschiedene Phasen einteilen lässt.

Das Haar fängt in der sog. Anagenphase (Wachstumsphase) an sich auszubilden und mit der Zeit kräftiger zu werden. Diese Phase hält in der Regel zwischen zwei bis sechs Jahre an. Ist das Haar ausgewachsen, tritt es in eine 2-3 wöchige Katagenphase (Übergangsphase) über. Hier hören die Haare auf zuwachsen und werden von nun an nicht mehr mit den nötigen Nährstoffen versorgt. Während der abschließenden Telogenphase (Ruhephase), die ca. 3 bis 6 Monate anhält, bildet sich bereits ein neues Härchen aus und schiebt das ausgewachsene Haare aus dem Haarfollikel heraus.

Haarausfall und eine trockene Kopfhaut – Wo liegen die Ursachen?

Im Fall von Haarausfall wird der im letzten Abschnitt erörterte Lebenszyklus – üblicherweise schon in der Wachstumsphase – gestört. Dies kann unterschiedliche Gründe haben und gleichzeitig eine juckende und trockene Kopfhaut verursachen.

Viele Menschen nehmen an, dass Haarausfall aufgrund einer trockene Kopfhaut entsteht. Diese Annahme ist jedoch nicht richtig. Häufig verbergen sich hinter dem Leiden körperliche Erkrankungen, Nährstoffunterversorgung oder äußere Einflüsse, welche für Haarausfall und gleichzeitig Kopfhautproblemen verantwortlich sind. Möchten man dem Problem Abhilfe schaffen, ist es also umso wichtiger, einen Dermatologen aufzusuchen und den Ursachen auf den Grund zu gehen. Nachfolgend möchten wir einige mögliche Ursachen aufzeigen. 

Nährstoffmangel

Wer seit längerer Zeit unter Haarausfall und diffusen körperlichen Symptomen leidet, sollte einmal seinen Nährstoffhaushalt kontrollieren lassen. Haar- und Kopfhautprobleme sind häufig auf einen Eisen-, Zink- oder einen Biotinmangel zurückzuführen. Begünstigt werden kann dies durch einen unausgewogene aber auch veganen Ernährungsstil.

Rauchen

In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Rauchen und Haarausfall gibt. Nikotin kann Haarfollikel in ihrem Wachstum einschränken und Haarverlust begünstigen. Außerdem wirkt sich regelmäßiges Rauchen auf die Blutgefäße aus, was auch zu einer verminderten Durchblutung der Kopfhaut führen kann. Vermehrter Juckreiz, Trockenheit und Schuppenbildung können die Folge sein..

Zu viel Stress

Bei zu viel Stress werden im menschlichen Organismus Botenstoffe ausgeschüttet, welche zu Entzündungen auf der Kopfhaut bzw. an den Haarfollikeln führen können. Der Wachstumszyklus des Haares wird unterbrochen und das Haar fällt frühzeitig aus. Laut Studien ist stressbedingter Haarverlust übrigens ein langwieriger Vorgang und vollzieht sich eher über viele Wochen als über einige Tage.

Falsche Pflegeprodukte

Haarpflegeprodukte werden üblicherweise aus synthetischen Substanzen gefertigt, welche sich mit der Zeit überaus negativ auf die natürliche Schutzschicht der Kopfhaut und die Gesundheit unserer Haare auswirken. Wer unter einer trockenen Kopfhaut und Haarausfall leidet, sollte konventionelle Shampoos meiden und auf Haarseifen und Öle setzen. Dazu aber im nächsten Abschnitt mehr.

Übrigens: Auch das Haarfärbemittel führen nicht selten zu ungewollten Haarverlust und einer allergischen Reaktion der Kopfhaut.

Äußere Einflüsse

Zahlreiche verschiedene äußere Einflüsse können Haare und Kopfhaut krank machen. Insbesondere Hitze kann die natürliche Struktur der Haare schädigen und diese strohig und trocken machen. Daher ist es ratsam die Haare im Sommer mit einer Kopfbedeckung zu schützen und so oft es geht Föhn und Glätteisen zu meiden.

Hormonschwankungen

Hormone haben einen großen Einfluss auf unsere Haare und Kopfhaut. Nicht selten führen  Medikamente wie die Antibabypille oder auch die Wechseljahre daher zu Haarausfall.

Mütter werden sich daran erinnern können, dass ihre Haare in der Schwangerschaft deutlich voluminöser und länger waren als sonst. Durch einen gesteigerten Östrogenspiegel wurden die Haare länger in der Wachstumsphase gehalten. Nach der Entbindung normalisiert sich die Östrogenproduktion wieder, sodass vermehrt Haare in die Ruhephase übergegangen sind und Haarausfall die Folge war.

Krankheiten

Zahlreiche Krankheiten können die Ursache für Haarverlust und eine trockene Kopfhaut sein. Besonders häufig sind Neurodermitis, Schuppenflechte und Schilddrüsenerkrankungen.

Hilfreiche Tipps bei Haarausfall und einer trockenen Kopfhaut

Wenn man den Haarausfall und gleichzeitig die trockene Kopfhaut behandeln möchte, sollte man zunächst erstmal die Ursachen herausfinden. Die richtige Anlaufstelle für eine Diagnose ist der Dermatologe.

Nichtsdestotrotz sollte man zur Förderung einer gesunden Kopfhaut die folgenden Hinweise beherzigen:

  • Shampoos und Kuren: Zur regelmäßigen Wäsche sollte man lediglich naturbelassene Shampoos und Kuren ohne Silikone verwenden. Außerdem eignen sich Haarseifen, welche die Haare ohne synthetische Inhaltsstoffe pflegen.
  • Öl: Öle sind bei fast allen Kopfhautproblemen ein absolutes Must-have. Wir empfehlen Kokosöl, Arganöl oder Rizinusöl.
  • Hitze meiden: Wie bereits erwähnt, sollte man die Kopfhaut jederzeit vor starker Hitze schützen. Bei starker Sonnenstrahlung sollte stets eine Kopfbedeckung getragen werden.
  • Ein gesunder Lebensstil: Um Kopfhaut und Haare mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung von großer Bedeutung. Wer möchte, kann ergänzend Biotin, Eisen und Zink supplementieren, um das Haarwachstum zu fördern.

Erblich bedingter und kreisrunder Haarausfall verursachen keine trockene Kopfhaut

Zu den häufigsten Ursachen für Haarausfall zählt die androgenetische (anlagebedingter) Alopezie und der kreisrunde Haarausfall. Ersteres bedeutet, dass die Veranlagung vererbbar ist. Wenn also der Vater kahle Stellen am Kopf hat, wird höchstwahrscheinlich auch sein Sohn diese im Laufe des Lebens bekommen. Der kreisrunde Haarverlust wird durch eine Störung des Immunsystems verursacht, wobei die Ursachen immer noch nicht ganz erforscht sind. Beide Formen der Erkrankung gehen in der Regel nicht mit einer trockenen Kopfhaut einher.

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