Kreisrunder Haarausfall am Bart: Informationen und Behandlung

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Bemerkbar machen tut sich der Haarausfall vor allem am Kopf und bei Männern zusätzlich am Bart.

Haare sind das Spiegelbild unserer körperlichen und psychischen Gesundheit. Für Männer ist vor allem der Bart ein echtes Markenzeichen. Er steht für Männlichkeit, Kraft und Vitalität. In mehrfachen Studien wurde schon vor Jahren offengelegt, dass bärtige Männer attraktiver auf Frauen wirken. Umso größer ist das Unbehagen, wenn die Barthaare ungewollt ausfallen.

Dies kann verschiedene Ursachen haben und beispielsweise durch einen Testosteron-Mangel, genetische Faktoren oder durch eine Immunerkrankung ausgelöst werden. Bei Letzterem handelt es sich um den kreisrunden Haarausfall, welcher unter Medizinern auch als Alopecia areata bezeichnet wird. In diesem Artikel möchten wir genauer mit den Zusammenhängen von kreisrundem Haarausfall am Bart auseinandersetzen.

Kreisrunder Haarausfall am Bart – Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Bei kreisrundem Haarausfall greifen körpereigene Zellen, sogenannte T-Zellen, die Haarfollikel an.
  • Bemerkbar machen tut sich die Erkrankung vor allem am Kopf und bei Männern zusätzlich in der Bartregion.
  • Die Schulmedizin setzt bei Alopecia areata am Bart auf kortisonhaltige Cremes und Medikamente. Alternativ können Betroffene einen Versuch mit Globuli und Schüssler Salzen wagen. Die Wirkung dieser Stoffe wurde jedoch nicht wissenschaftlich bewiesen.

Was genau ist ein kreisrunder Haarausfall?

Bei dem kreisrunden Haarausfall handelt es sich um einen entzündlichen Prozess, bei dem die Haare in runden Bereichen am Kopf ausfallen und kahle Stellen hinterlassen. Die Ursachen für die Erkrankung sind noch immer nicht vollständig geklärt, wobei man davon ausgeht, dass sich körpereigene Zelle gegen die Haarfollikel richten. Genauer gesagt versuchen winzige Zellen des Immunsystems, sogenannte T-Zellen, die Haarfollikel zu zerstören. Glücklicherweise hört der körpereigene “Angriff” bei den meisten Betroffenen nach einiger Zeit von selbst auf, sodass die Haare nach einigen Monaten wieder nachwachsen.

Bemerkbar machen tut sich der Haarausfall vor allem am Kopf und bei Männern zusätzlich in der Bartregion. Bei einer starken Ausprägung der Erkrankungen können auch Körperhaare verloren gehen. Nicht selten bricht der kreisrunde Haarverlust am Bart schon im Kindesalter aus, wobei Jungen deutlich häufiger davon betroffen sind.

Im Fall von kreisrundem Haarausfall ist es nicht unwahrscheinlich, dass Betroffene auch an anderen Autoimmunerkrankungen leiden. Daher ist eine gründliche ärztliche Abklärung von großer Wichtigkeit.

Kreisrunder Haarausfall am Bart – Welche Ursachen kommen infrage

Wie im letzten Abschnitt erfahren, handelt es sich bei kreisrundem Haarausfall um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Körperzellen die Haarfollikel angreifen. Auch wenn die Ursachen noch immer nicht vollständig geklärt sind, vermuten Mediziner, dass vor allem psychische Faktoren eine große Rolle spielen.

Häufig beginnt die Erkrankung nach einer stressigen Lebensphase oder einem Trauma. Möglich ist auch, dass die Erkrankung eine Spätfolge von einer vor Jahren durchlebten Lebenskrise ist. Außerdem wird ein Mangel an Nährstoffen, wie Zink oder Eisen als Auslöser diskutiert. Auch erbliche Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen, da die Erkrankung bei ca. jedem Vierten schon zuvor Familienmitglieder betroffen hat.

# Lesetipp: Stress bei kreisrundem Haarausfall >

Behandlungsmöglichkeiten

Bislang gibt es noch keine allgemeingültige Therapie gegen kreisrunden Haarausfall. Betroffenen sollten sich beim Ausbruch der Erkrankung in jedem Fall an einen Dermatologen wenden, welcher die Diagnose stellen kann und eine Behandlungsempfehlung geben kann.

In erster Linie sollten Betroffene versuchen Stress zu vermeiden. Zur Stressbewältigung sollten  im Alltag proaktiv Maßnahmen integriert werden. Hierzu bieten sich verschiedene Sportarten oder auch autogene Trainings sehr gut an.

Viele Mediziner empfehlen zudem eine zusätzliche Einnahme von Zink und Eisen, um das Immunsystem zu stärken. Generell sollte auf eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil geachtet werden. Unterstützend können spezielle Tinkturen zur Anregung des Haarwachstums und entzündungshemmende, kortisonhaltige Cremes für die Kopfhaut benutzt werden.

Bei schweren Verlaufsformen verschreibt ein Dermatologe häufig auch Medikamente mit Cortison.

Kann Homöopathie bei kreisrundem Haarausfall am Bart helfen?

Es gibt alternative, naturbelassene Therapien zur Schulmedizin bei einem kreisrunden Haarverlust. Dazu gehören vor allem Globuli und Schüßler-Salze. Die Wirksamkeit konnte allerdings bisher noch nicht in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden.

Nichtsdestotrotz können Betroffene einen Versuch wagen. Es gibt verschiedene homöopathische Mittel (Globuli), die bei kreisrundem Haarausfall verordnet werden:

  • Lycopodium clavatum
  • Arsenicum album
  • Vinca minor
  • Phosphorus
  • Acidum hydrofluoricum
  • Selenium
  • Ustilago maydis
  • Barium Carbonicum.

Diese Mittel dürfen nicht parallel eingenommen werden. Lediglich einer dieser Wirkstoffe darf zur Behandlung genutzt werden.

Geeignete Schüßler-Salze gegen die Erkrankung sind vor allem Nr. 5 Kalium phosphoricum, aber auch die Nr. 11 Silicea sowie die Nr. 21 Zincum chloratum. Wer seine Haare durch Stress verliert, sollte Kalium phosphoricum als Globuli ausprobieren.

Hausmittel gegen kreisrunden Haarausfall am Bart

Unterstützend können auch Hausmittel gegen den kreisrunden Haarausfall verwendet werden, wobei sich Betroffene dabei keine große Wirkung erhoffen sollten.

In einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahr 2007 konnte jedoch gezeigt werden, dass Knoblauchgel bei der Behandlung von kreisrundem Haarausfall wirksam sein kann. Zumindest zeigten sich bei den Betroffenen die Knoblauch in Verbindung mit einer Kortisoncreme verwendeten, signifikante Verbesserungen im Vergleich zu den Probanden, welche nur auf Kortison setzten.

Laut Erfahrungsberichten im Netz können auch Kokosöl oder Arganöl können für eine Verbesserung sorgen und Kopfhaut und Haare mit wichtigen Nährstoffen versorgen.

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