Juckende Kopfhaut bei Haarausfall: Ursachen und was Betroffene tun können

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Auch gegen einen häufigen Juckreiz der Kopfhaut kann man einiges unternehmen. Nachfolgend möchten wir unseren Lesern vier Tipps mit auf den Weg geben

Die Kopfhaut juckt, das Deckhaar wird lichter – über 40 Prozent aller Männer und 20 Prozent aller Frauen leiden im Verlauf ihres Lebens an den Folgen von Haarausfall. Dabei verliert jeder von uns täglich mehrere Haare. Krankhaft wird es erst, wenn sich kahle Stellen bilden und die Haare an betroffenen Stellen nicht mehr nachwachsen. Die Gründe für einen Haarausfall sind vielfältig und reichen von einfachen Mangelerscheinungen bis hin zu Erkrankungen der Schilddrüse. In diesem Beitrag möchten wir genauer auf die unterschiedlichen Ursachen von Haarausfall eingehen und aufzeigen, wieso es zu Kopfhautjucken kommt und was man dagegen tun kann.

Alles Wichtige im Überblick

  • Nicht nur Männer leiden unter Haarausfall, sie sind allerdings deutlich häufiger davon betroffen.
  • Man unterscheidet zwischen erblich bedingtem Haarausfall, kreisrundem Haarausfall und diffusem Haarausfall.
  • Kopfhautjucken bei Haarausfall kann durch die Grunderkrankung aber auch durch andere Faktoren begünstigt werden.
  • Natürliche Öle, Apfelessig und Haarseifen eignen sich gegen Kopfhautjucken.
  • Nicht jede Art des Haarausfalls lässt sich behandeln.
  • Durch eine gesunde Lebensweise lässt sich das Risiko von Haarausfall minimieren.

Ab wann spricht man von einem Haarausfall

Juckende Kopfhaut bei Haarausfall: Was sind die Ursachen und was können Betroffene tun?

Haarausfall in normalem Ausmaß ist völlig unbedenklich. Problematisch wird es erst, wenn täglich deutlich mehr als 100 Haare ausfallen oder ausgefallene Haare nicht mehr nachwachsen. Man unterscheidet daher zwischen reversiblem und irreversiblem Haarausfall. Bei Ersterem fallen innerhalb eines kurzen Zeitraums viele Haare aus, die nach einer Weile jedoch wieder nachwachsen. Als Ursachen kommen beispielsweise hormonelle Schwankungen oder Mangelerscheinungen infrage. Auch übermäßiger Stress ist Gift für die Haare.

Ein irreversibler Haarausfall ist leider permanent. Der Ausfall macht sich deutlich durch kahle Stellen bemerkbar. Die Diagnose stellt der Arzt via Blutuntersuchung und Trichogramm. Je nach Ursache kann der Arzt die passende Therapie verordnen.

Wie kann es zusätzlich zu einem Juckreiz der Kopfhaut bei Haarausfall kommen?

Nicht selten geht mit Haarausfall auch eine juckende Kopfhaut einher. Die Ursachen sind vielseitig und sollten in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden. Der Juckreiz kann zeitgleich durch die Grunderkrankung, welche auch zum Haarausfall führt, verursacht werden. Häufig wird er jedoch auch durch andere Faktoren, wie beispielsweise unnatürliche Inhaltsstoffe in Pflegeprodukte oder häufiges Styling begünstigt. Außerdem können äußere Einflüsse, wie Hitze oder Reibung als Ursache für den Juckreiz infrage kommen. Dazu nachfolgend mehr.

1. Falsche Pflegeprodukte und Styling

Unnatürliche Shampoos können die Kopfhaut angreifen und schnell zu Juckreiz und Haarausfall führen. Insbesondere Parabene und Silikone sind dafür bekannt Beschwerden zu verursachen. Wir empfehlen naturbelassene Pflegeprodukte wie Haarseifen oder Shampoos ohne Silikone. Außerdem kann eine regelmäßige Verwendung eines Föhns oder Glätteisen strohige Haare und Juckreiz begünstigen.

2. Pilzbefall

Außerdem ist es möglich, dass Kopfhautjucken und Haarausfall in Verbindung mit einem Pilzbefall auftritt. Dies ist vor allem bei Kindern der Fall. Typischer zeigt sich die Erkrankung durch juckende und schuppige Bereiche auf dem Kopf. Am häufigsten sind Kindern von einer Ringelflechte der Kopfhaut (auch unter dem Namen Tinea capitisbekannt) betroffen. Aber auch Läuse, Milben oder Flöhe können das Jucken verursachen und erfordern eine ärztliche Behandlung.

3. Psychische Ursachen

Außerdem können für Kopfhautjucken und Haarausfall physische Erkrankungen oder übermäßiger Stress verantwortlich sein. Das wurde sogar in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen. Mehr diesbezüglich hier: Stress und Haarausfall >

4. Hitze

Insbesondere in den Sommermonaten wird unsere Mähne häufig intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt. Das kann die Haare auf Dauer trocken machen und zu einem Juckreiz der Kopfhaut führen. Daher ist es empfehlenswert die Haare mit einer Kopfbedeckung zu schützen.

Verschiedene Ursachen von Haarausfall

Man unterteilt grob in einen reversiblen und irreversiblen Haarausfall. Darunter gibt es jedoch noch weitere verschiedene Arten. Frauen leiden beispielsweise vermehrt unter einem diffusen Haarausfall. Bei Männern hingegen tritt sehr häufig ein erblich bedingter Haarausfall auf. Hier spielen die eigenen Sexualhormone eine entscheidende Rolle. Die Folge von Autoimmunerkrankungen ist wiederum oftmals der kreisrunde Haarausfall.

1. Erblich bedingter Haarausfall

Verantwortlich für einen erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber den körpereigenen Sexualhormonen. Hier spielt vornehmlich das Hormon Dihydrosteron, eine Variante des Testosterons, eine Rolle. Zunächst verkürzt sich die Wachstumsphase der Haare, die Follikel schrumpfen. Das betroffene Haar stirbt letztlich vollständig ab oder bleibt als schwaches Wollhaar zurück. Auch Frauen sind davon betroffen. In diesem Fall liegt eine verminderte Produktion von Östrogenen und eine erhöhte Produktion von Testosteron vor.

2. Kreisrunder Haarausfall

Es fehlen bis heute genaue wissenschaftliche Nachweise über die Ursachen und Entstehungsart des kreisrunden Haarausfalls (Alopecia areata). Allerdings gibt es einige Faktoren, die in Verdacht stehen, einen kreisrunden Haarausfall zu begünstigen. So sollen beispielsweise Autoimmunreaktionen bei einem geschwächten Immunsystem die Haarwurzeln beschädigen. Auch psychische Erkrankungen oder starker Stress begünstigen die Entstehung eines kreisrunden Haarausfalls.

3. Diffuser Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare ohne ein erkennbares Muster aus. Es kommt punktuell zu kahlen Flecken im gesamten Deckhaar. Grund hierfür sind Beschädigungen der Haarwurzel durch Strahlentherapien oder Unterversorgungen. Folgende Faktoren können hierfür verantwortlich sein:

  • Durch Mangelernährung kommt es zu einer Unterversorgung der Haarwurzeln, infolgedessen die Haare nach und nach ausfallen. Von großer Bedeutung für das Haarwachstum sind u.a. die Spurenelemente Zink und Eisen.
  • Eine Strahlentherapie bei Krebserkrankungen kann temporär für das Ausfallen der Deckhaare verantwortlich sein.
  • Sowohl die Schilddrüsenunterfunktion als auch die Schilddrüsenüberfunktion können das Haarwachstum stören.
  • Auch schwere Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Typhus, Scharlach, Syphilis oder eine schwere Grippe können die Ursache sein.

Bei Frauen tritt der diffuse Haarausfall mitunter auch nach der Geburt im Zusammenhang mit hormonellen Schwankungen auf. Der Haarausfall ist hierbei nur temporär und klingt nach wenigen Monaten von selbst ab.

4. Sonstige Ursachen

Weitere, seltenere Ursachen für Haarausfall können sein:

  • Bei angeborenen Gendefekten spricht man von einer angeborenen Alopezie.
  • Krankhaftes Zupfen an den Haaren, etwa bei neurotischen Störungen, kann die Haarwurzeln nachhaltig schädigen.
  • Narbenbildung in Folge von Infektionen, Sklerodermie (vernarbende Alopezie), Knötchenflechte, Schuppenflechte (Psoriasis) und Lupus erythematodes.

Wirksame Hausmittel gegen Haarausfall

Die Gründe für einen Haarausfall sollten grundsätzlich vorab von einem Arzt bestimmt werden. Nur dann lässt sich eine wirksame Maßnahme dagegen einleiten. Bei harmloseren Fällen von Haarausfall reichen Hausmittel oftmals völlig aus. Nicht immer ist eine Behandlung mit konventionellen Medikamenten vonnöten. Folgende Hausmittel haben sich bewährt.

1. Kieselerde

Das in der Kieselerde enthaltene Silizium kann zur Kräftigung des Bindegewebes beitragen. Es wird unter anderem auch gegen brüchige Nägel und Haare eingesetzt und kann vorbeugend gegen Haarausfall eingenommen werden. Der Wirkstoff Silizium ist beispielsweise in Wurzelgemüse, Hirse, Hafer und Kartoffeln enthalten.

2. Koffein

Das in kaltem Kaffee enthaltene Koffein eignet sich vorzüglich dafür, das Wachstum der Haare auf natürliche Art und Weise anzuregen. Der Kaffee wird wie eine Haarkur sanft ins Haar einmassiert. Über die Kopfhaut dringt das Koffein in die Haarwurzeln und stimuliert das Haarwachstum. Auch spezielle Shampoos gegen Haarausfall setzen auf die anregende Wirkung von Koffein.

3. Biotin

Es wird auch als Vitamin H bezeichnet und gehört zu den B-Vitaminen. Ein Mangel an Biotin äußert sich durch brüchige Nägel und Haare sowie eine matte Haut. Natürliche Träger des Vitamins sind Sojabohnen, Weizenkleien und Reis. Auch in Eiern ist das wichtige Vitamin enthalten. Alternativ lassen sich entsprechende Nahrungsergänzungsmittel in jeder Apotheke schon für kleines Geld erwerben.

Lesetipp: Mehr Informationen über Haarausfall bei einem Vitaminmangel finden Sie hier >

Was hilft gegen das Jucken der Kopfhaut?

Kokosöl wirkt vitalisierend und spendet der Kopfhaut Feuchtigkeit.

Auch gegen einen häufigen Juckreiz der Kopfhaut kann man einiges unternehmen. Nachfolgend möchten wir unseren Lesern vier Tipps mit auf den Weg geben.

1. Kokosöl

Kokosöl gilt als eine echte Wunderwaffe gegen jegliche Haarprobleme und Kopfhautjucken. Das Öl wirkt feuchtigkeitsspendend, vitalisierend und kann den Haaren einen neuen Glanz verleihen.

2. Haarseifen

Eine gute Alternative zu konventionellen Shampoos sind Haarseifen. Diese reinigen das Haar ohne synthetische Tenside, verbrauchen nicht viel Verpackung, sind äußerst pflegend und bestechen durch ihre gesunden Eigenschaften sowohl gegenüber den Haaren, als auch der Haut. Ein echter Tipp für eine juckende Kopfhaut!

3. Apfelessig

Apfelessig eignet sich optimal als natürliches Pflegeprodukt für die Haare. Mit natürlichen Essigkuren kannst Du den Haaren wieder mehr Glanz und Fülle verleihen und nervigen Schuppen sowie einem Juckreiz der Kopfhaut entgegenwirken.

4. Gesunde Ernährung

Es ist schon lange Geheimnis, dass unsere Ernährungsweise einen signifikanten Einfluss auf unsere Kopfhaut und Haare hat. Von großer Bedeutung sind dabei u.a. die Spurenelemente Zink und Eisen sowie die Vitamine A, E und Biotin.

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