Haarausfall in der Stillzeit: Ein Ratgeber über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Vermehrter Haarausfall in der Stillzeit: Das solltest Du tun.

Durch diesen Östrogen-Schub befinden sich die Haare längere Zeit in der Anagenphase, sodass die Haare länger und kräftiger wachsen. Nach der Entbindung wird die übermäßige Östrogenproduktion abrupt gestoppt, sodass mehr Haare in die Ruhephase übergehen und nach ca. 2 bis 3 Monaten ausfallen.

Kräftige und geschmeidige Haare sind Ausdruck körperlicher und psychischer Gesundheit. Umso mehr leiden Betroffene, wenn ihnen ungewollt Kopfhaare verloren gehen. Dabei ist Haarausfall ein weitverbreitetes Leiden, das die unterschiedlichsten Ursachen hat. Am häufigsten sind genetische Faktoren dafür verantwortlich, wobei auch übermäßiger Stress, eine falsche Ernährungsweise, ein Nährstoffmangel oder Hormonschwankungen infrage kommen. Letzteres kann durch die Einnahme der Antibabypille oder eine Schwangerschaft verursacht werden. Warum sich Haarausfall bei viele Frauen besonders in der Stillzeit bemerkbar macht, möchten wir in diesem Artikel klären. Darüber hinaus möchten wir Betroffenen Tipps geben, was sie dagegen unternehmen können.

Haarverlust in der Stillzeit: Informationen im Überblick

  • Der natürliche Wachstumszyklus der Haare unterteilt sich in drei verschiedene Phasen.
  • Nach der Entbindung fällt der Östrogenspiegel, was dazu führt, dass mehr Haare in die Ruhephase übergehen. Infolgedessen fallen die Haare nach 2-3 Monaten vermehrt aus.
  • In der Regel sollte der Haarausfall spätestens 6 Monate nach der Entbindung nachlassen.

Vorab: Ab wann spricht man von Haarausfall?

Wer täglich ein paar Haare in der Bürste, im Bad oder auf dem Kopfkissen findet, leidet noch lange nicht an Haarausfall. Davon sprechen Experten erst, wenn einem täglich mehr als 100 Haare ausfallen.

Haarausfall nach der Schwangerschaft? Wieso weshalb warum?

Der natürliche Wachstumszyklus der Haare

Bevor wir darauf eingehen möchten, wieso fast alle Frauen in der Stillzeit von Haarausfall betroffen sind, ist es hilfreich, die verschiedenen Wachstumsphasen der Haare zu verstehen.

Ein gesundes Haar durchläuft genau drei “Lebensphasen”: In der sog. Anagenphase fängt das Haar an zu wachsen und kräftiger zu werden. Dieser Teilprozess dauert in der Regel  2 bis 6 Jahre. In dieser Zeit ist das Haar besonders anfällig für Störungen, worauf wir später noch genauer eingehen werden. Nach der Anagenphase folgt eine zweiwöchige Katagenphase (auch als Übergangsphase bekannt). Hier wird die Nährstoffversorgung der Haarfollikel bereits langsam unterbunden und das Haar verliert so langsam an Kraft. Der Zyklus wird mit der sog. Telogenphase (Ruhephase) abschlossen. Hier fällt das Haar nach ca. 2 bis 6 Monaten aus.

Haarausfall in der Stillzeit: Das ist die Ursache

Haarausfall in der Stillzeit ist eine natürliche Reaktion des Körpers.

Haarausfall in der Stillzeit betrifft die meisten Frauen und ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Experten nehmen bei dieser Form des diffusen Haarverlusts auch den Begriff “postpartale Effluvium” (postpartale= nach der Geburt eines Kindes;  Effluvium = Haarausfall) in den Mund. Schuld an dem Haarverlust sind die weiblichen Hormone, welche in der Schwangerschaft und in den Monaten danach eine Achterbahnfahrt durchleben. Während der Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel der Frau zunächst signifikant an. Das macht sich in der Regel durch reine Haut sowie gesündere Haare bemerkbar. Durch diesen Östrogen-Schub befinden sich die Haare längere Zeit in der Anagenphase, sodass die Haare länger und kräftiger wachsen. Nach der Entbindung wird die übermäßige Östrogenproduktion abrupt gestoppt, sodass mehr Haare in die Ruhephase übergehen und nach ca. 2 bis 3 Monaten ausfallen.

Wie lange hält der Haarausfall in der Stillzeit an?

Wie lange der ungewollte Haarausfall nach der Stillzeit anhält, ist von individuellen Faktoren abhängig und lässt sich nicht genau vorhersagen. Spätestens 6 bis 9 Monaten nach der Entbindung sollte sich dieser jedoch wieder legen.

Sollte man bei starkem Haarverlust nach der Schwangerschaft einen Arzt aufsuchen?

Wie bereits erwähnt, ist ein verstärkter Haarausfall nach der Schwangerschaft in der Regel völlig harmlos und eine natürliche Reaktion des Körpers auf die Hormonschwankungen. Sollte dieser auch nach mehreren Monaten nicht nachlassen, ist eine dermatologische Untersuchung zu empfehlen. Nicht ausschließen ist, dass auch andere Ursachen, wie übermäßiger Stress, genetische Faktoren oder ein Nährstoffmangel für den Haarverlust infrage kommen.

Haarausfall in der Stillzeit: Was kann man tun?

Leider gibt es keine Wunderwaffe, die im Kampf gegen Haarausfall eingesetzt werden kann. Dennoch kann man einige Tipps beherzigen, die den Körper bei der Bildung von gesunden Haaren unterstützen und die Östrogenproduktion auf natürliche Weise fördern.

Ernährung

Unsere Ernährungsweise hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Haare. Wer eine voluminöse und gesunde Haarpracht bevorzugt, sollte sich ausgewogenen und vitaminreich ernähren. Mehr Informationen diesbezüglich haben wir in diesem Artikel veröffentlicht: Ernährungsweise bei Haarausfall >

Stress reduzieren

Langanhaltender Stress provoziert Haarverlust. Dies wurde in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen bereits nachgewiesen. Da Stress in der Stillzeit nicht unüblich ist, sollte man mehrere Maßnahmen ergreifen, um gegen diesen vorzugehen. Hierfür bieten sich verschiedene Sportarten, Urlaube, Hobbys oder auch autogene Trainings sehr gut an. Mehr Informationen hier: Haarausfall bei Stress >

Ein natürlicher Schutz: Haaröle

Haaröle ohne Silikone bieten eine natürliche Möglichkeit, um Kopfhaut und Haare zu vitalisieren und diese mit ausreichend Nährstoffe zu versorgen. Außerdem können sie den Haaren einen natürlichen Schutzmantel verleihen, welcher sie vor äußeren Einflüssen wie Reibung und Hitze schützen kann.

Haarseifen

Wer regelmäßig zu Pflegeprodukten mit Silikone und Parabene greift, braucht sich über eine strapazierte Mähne nicht zu wundern. Für eine naturbelassene Pflege eignen sich naturbelassene Haarseifen, die für wenige Euros im Drogeriemarkt gekauft oder zu Hause selbst gefertigt werden können.

Nahrungsergänzungsmittel

Ein Mangel eines wichtigen Nährstoffes kann der Hauptgrund für diffusen Haarausfall sein und durch eine einseitige Ernährungsweise begünstigt werden. Von besonderer Bedeutung für eine gesunde Haarpracht sind die Spurenelemente Zink und Eisen sowie das Vitamin H, auch Biotin genannt. Bei einem Defizit, welcher schnell durch einen Bluttest vom Hausarzt diagnostiziert werden kann, sollten die Speicher schnellstmöglich durch die regelmäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aufgefüllt werden.

Kopfmassage

Regelmäßige Kopfmassagen stimulieren die Durchblutung der Kopfhaut. Dadurch werden die Haare besser mit wertvollen Nährstoffen versorgt. 

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