Haarausfall bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Dieser Ratgeber klärt auf

Sowohl Männer als auch Frauen leiden darunter, wenn ihnen Kopfhaare verloren gehen. Haarausfall ist in den westlichen Ländern keine Seltenheit und betrifft mehr als 80 % der Männer und 3 von 10 Frauen im Laufe des Lebens. Neben anhaltendem Stress, einer genetischen Veranlagungen oder einem Nährstoffmangel kann dieser auch durch eine Krankheit ausgelöst werden. Insbesondere Hormonschwankungen, die durch eine Schilddrüsenfehlfunktion verursacht werden, sind nicht selten für einen diffusen Haarausfall verantwortlich.

Doch was kann man dagegen tun und auf welche natürlichen Mittel können Betroffene zurückgreifen? Unsere Autoren sind diesen Fragen nachgegangen und geben nachfolgend eine Antwort.

Ab wann kann man überhaupt von Haarausfall sprechen?

Ab wann leidet man unter Haarausfall? Wir geben eine Antwort.

Jeder von uns verliert am Tag zwischen 40 und 60 Haare. Wer also morgens ein paar ausgefallene Haare auf dem Kopfkissen und abends in der Dusche findet, leidet noch nicht sofort an Haarausfall.

Dermatologen nehmen den Begriff erst dann in den Mund, wenn über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare verloren gehen. Wer schlecht schätzen kann, wie viele Haare tatsächlich täglich ausfallen, sollte sich einmal die Mühe machen und diese zählen. 

Schilddrüsenfehlfunktion können zahlreiche Beschwerden verursachen

Die Schilddrüse nimmt im menschlichen Organismus eine entscheidende Rolle ein. Auch wenn das schmetterlingsförmige Organ nur die Größe eines Daumens besitzt, ist es an fast allen überlebenswichtigen Prozessen im Körper beteiligt.

Die Hormonproduktion der Schilddrüse steuert den Kreislauf, den Blutdruck und die Schlagfrequenz des Herzens. Außerdem hat das Organ Auswirkung auf verschiedene Wachstumsprozessen, die Zellbildung und den Darm. Kommt es zu einer gestörten Hormonproduktion, kann dies zu verschiedensten Symptomen führen. Im Fall einer Hypothyreose, also einer Schilddrüsenunterfunktion, kann sich dies folgendermaßen äußern:

  • Depressionen
  • Vermindertes sexuelles Verlangen
  • Zyklusstörungen
  • Kognitive Beeinträchtigung (Konzentration, Denkfähigkeit)
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Darmprobleme
  • Verändertes
  • Chronische Müdigkeit
  • Haarprobleme bzw. Haarausfall

Wie wirkt sich eine Schilddrüsenunterfunktion auf die Haare aus?

Fast jedes Hormon im menschlichen Organismus hat Einfluss auf die Haare. Mütter werden sich zurückerinnern, dass ihre Haare in der Schwangerschaft deutlich voluminöser und dicker waren. Verursacht wurde dies durch eine gesteigerte Hormonproduktion, genauer gesagt, durch einen erhöhten Östrogenspiegel.

Auch die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4) haben großen Einfluss auf unsere Haare. Kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion und somit zu einem Mangel an T3 und T4 wirkt sich dies bei ungefähr 50 % der Betroffenen auf die Haarpracht aus.

Einerseits wird der natürliche Wachstumszyklus der Haare durcheinander gebracht, was dazu führt, dass mehr und mehr Haare aus der Wachstumsphase in die Ruhephase übergehen und frühzeitig ausfallen. Andererseits kann es zu einer Veränderung der Haarstruktur kommen, was sich durch eine trockene, spröde und brüchige Haare bemerkbar macht.

Was kann man gegen den Haarausfall tun?

Laut der American Thyroid Association wird eine Hypothyreose in den meisten Fällen durch einen Jodmangel verursacht. Wer den Verdacht hat, dass der Haarausfall durch eine Schilddrüsenunterfunktion ausgelöst wird, sollte sich an einen Arzt wenden, welcher anhand eines Blutbildes einen Jodmangel diagnostizieren kann.

Außerdem sollte ein Endokrinologe den Hormonspiegel (T3 und T4) kontrollieren und dementsprechend Therapieempfehlungen geben. In der Regel rät der Arzt zu einer medikamentösen Behandlung.

Ist der Haarausfall reversibel?

Ja, wenn die Hormonproduktion der Schilddrüse wieder in ein Gleichgewichtig gebracht wird, hört üblicherweise auch der Haarausfall auf. Spröde und trockene Haare werden sich erholen und mit der Zeit einen neuen Glanz gewinnen. Da unsere Haare am Tag allerdings nur 0,3 bis 0,5 mm am Tag wachsen, was auf den Monat gerechnet etwa 1 bis 1.5 cm ausmacht, muss man jedoch geduldig sein. Verbesserungen werden nicht über Nacht eintreten.

Kokosöl oder Rizinusöl können das Haarwachstum auf natürliche Weise fördern.

Natürliche Mittel gegen Haarausfall

Neben einer medikamentösen Behandlung zur Regulierung der Hormonproduktion kann man eine gesunde Kopfhaut und kräftige Haare auf natürliche Weise unterstützen. Empfehlenswert ist beispielsweise die regelmäßige Verwendung von natürlichen Haarseifen und Haarölen.

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