Haarausfall bei einer Schilddrüsenüberfunktion: Dieser Ratgeber klärt auf

Schilddrüsenüberfunktion und Haarausfall?

Haare verleihen unserem Gesicht Ausdruck und sind das Spiegelbild körperlicher Gesundheit. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich Haarausfall üblicherweise auch auf die Psyche niederschlägt.

Laut statistischen Zahlen leiden zwischen 80 und 90 % aller Männern und 3 von 10 Frauen im Laufe der Lebensjahre unter Haarverlust. Besonders häufig wird dieser durch genetische Faktoren beeinflusst und macht sich bei Männern zunächst durch lichtere Haare am Hinterkopf und Geheimratsecken bemerkbar. Doch auch andere Ursachen wie anhaltender Stress, eine unausgewogene Ernährung oder Krankheiten kommen dafür infrage.

Bei Letzterem ist besonders häufig eine erkrankte Schilddrüse für den Haarverlust verantwortlich, wobei sich sowohl eine Über- als auch Unterfunktion negativ auf unsere Haarpracht auswirkt.

In diesem Ratgeber wollen wir uns genauer mit den Auswirkungen einer Hyperthyreose, also einer Schildrosenüberfunktion und Haarausfall befassen und beantworten, was Betroffene dagegen tun können.

Ab wann Mediziner überhaupt von Haarausfall sprechen

Dass uns jeden Tag Haare verloren gehen, ist völlig normal. In der Regel verliert jeder Mensch zwischen 40 und 60 am Tag. Erst wenn über längere Zeit mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, sprechen Ärzte von Haarausfall. Die Ursachen dafür sind vielfältig, wobei besonders häufig genetische Faktoren und Hormonschwankungen dafür verantwortlich sind.

Eine Schilddrüsenüberfunktion und die Auswirkung auf den menschlichen Organismus

Die Schilddrüse ist eines der wichtigsten Organe im menschlichen Organismus und nimmt bei zahlreichen biochemischen Prozessen eine wichtige Rolle ein. Die in der Schilddrüse produzierten Hormone haben u.a. Einfluss auf den Kreislauf, den Blutdruck, auf verschiedene Wachstumsprozessen, die Zellbildung, Talg- und Schweißdrüsen, Nierentätigkeit und die Darmaktivität. Auch wenn das schmetterlingsförmige Organ nur ungefähr die Größe eines Daumens besitzt, kann eine Fehlfunktion verheerende gesundheitliche Folgen haben.

Eine Hyperthyreose, also einer Schilddrüsenüberfunktion, führt dazu, dass der Körper auf Hochtouren arbeitet und deutlich mehr Energie verbraucht als sonst. Folgende körperliche Symptome sind für diese Krankheit charakteristisch:

  • Schwitzen
  • Gereiztheit
  • Nervosität
  • Muskelschwäche
  • Erhöhter Blutdruck
  • Herzrasen
  • Haarausfall und Haarprobleme

Wie wirkt sich eine Schilddrüsenüberfunktion auf die Haare aus?

Jede hormonelle Veränderung im menschlichen Organismus kann sich an unserer Haarpracht bemerkbar machen. Normalerweise durchlaufen die Haare einen Wachstumszyklus, welcher sich in drei verschiedene Phasen unterteilen lässt. In der ersten Phase (Anagenphase) fängt das Haar an zu wachsen und aus der Haarwurzel auszutreten. Insgesamt hält diese Phase zwischen 2 und 5 Jahre an. Danach beginnt eine 2-wöchige Katagenphase (Übergangsphase), wobei die Zellteilung gestoppt wird und das Haar nicht mehr mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Zu guter Letzt folgt eine Telogenphase (Ruhephase), welche bei gesundem Haarwachstum bis zu 4-5 Monate andauert.

Werden im Körper vermehrt die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4) produziert, kann dies zu einem schnelleren, gestörtem Haarwachstum führen. Mehr und mehr Haare treten von der Wachstums- in die Ruhephase über und fallen frühzeitig aus. Bei vielen Betroffenen werden die Haare außerdem dünner und strohig.

Was kann man gegen den Haarausfall tun?

Globuli gegen Haarausfall: Kann das wirklich helfen? In einem anderen Beitrag geben wir eine Antwort.

Zuallererst sollte man sich bei Verdacht einer Schilddrüsenfehlfunktion an einen Endokrinologen wenden, welcher den Hormonhaushalt kontrollieren und ein Blutbild erstellen lassen kann. Nicht unüblich sind außerdem Antikörpertests (TPOAb und TgAb).

Liegt tatsächlich eine Hyperthyreose vor, wird der Arzt zu einer medikamentösen Behandlung raten. Kann die Hormonproduktion mithilfe der Medikamente reguliert werden, geht in der Regel auch der Haarausfall zurück.

Homöopathische Mittel gegen krankhaften Haarverlust – Kann das helfen?

Immer dann, wenn ein Arzt eine medikamentöse Behandlung empfiehlt, werden von Naturheilpraktikern alternative Präparate empfohlen. Vor allem Globuli und Schüssler Salze haben sich zur Behandlung von Haarausfall einen großen Namen gemacht. Ob diese Präparate wirklich helfen können und ob Studien existieren, welche die positive Wirkung nachweisen konnte, verraten wir unter den nachfolgenden Links:

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