Haarausfall nach und in der Schwangerschaft – Dieser Ratgeber klärt auf

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Nach der Entbindung fällt der Östrogenspiegel schlagartig ab, was dazu führt, dass die Haare in die Ruhephase übergehen und nach zwei bis drei Monaten ausfallen.

Ein gesundes Haar lässt Frauen dynamischer und attraktiver aussehen. Wird das Haar trocken oder verliert es an Glanz, können naturbelassene Pflegeprodukte wie Haarseifen oder Shampoos ohne Silikone helfen. Doch was tun, wenn mehr und mehr Haare komplett ausfallen? Auch dieses Leiden ist unter Frauen nicht unüblich. Schätzungen zur Folge leiden fast 30 % der Frauen einmal in ihrem Leben darunter. Die Gründe dafür sind vielseitig. Nicht selten ist der Verlust der Kopfhaare auf Veranlagung, Krankheiten, falsche Pflege oder auch Hormonschwankungen zurückzuführen. Letzteres kann u.a. durch die Einnahme der Antibabypille oder nach der Schwangerschaft der Fall sein. In diesem Beitrag möchten wir uns genauer mit Haarausfall nach der Schwangerschaft auseinandersetzen und Ratschläge geben, was Betroffene dagegen tun können.

Haarausfall nach der Schwangerschaft: Informationen im Überblick

  • Haarausfall nach der Schwangerschaft ist eine natürliche Reaktion des Körpers und wird durch Hormonschwankungen verursacht.
  • Nach der Entbindung sinkt der Östrogenspiegel, wodurch viele Haare in die Ruhephase übergehen und nach wenigen Monaten ausfallen.
  • Haarausfall nach der Schwangerschaft wird von Medizinern auch postpartale Effluvium bezeichnet.

Vermehrter Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Vorab: Der Wachstumszyklus unserer Haare

Wenn man verstehen möchte, wieso die Kopfhaare nach der Schwangerschaft ausfallen, ist es zunächst einmal hilfreich den Wachstumszyklus der Haare zu kennen.

Dieser lässt sich grob in drei unterschiedliche Phase unterteilen. Das Haar beginnt in der sog. Anagenphase (in einem Zeitraum von 2 bis 6 Jahren) zu wachsen. Nachdem die Wachstumsphase abgeschlossen ist, tritt das Haar in die Katagenphase (auch Übergangsphase genannt) ein. In einer ca. zweiwöchigen Phase wird die Zellteilung gestoppt und das Haar nicht mehr mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Anschließend geht das Haar in eine 2-3 monatige Katagenphase über, welche mit Haarausfall endet.

Haarausfall nach der Schwangerschaft ist auf einen niedrigen Östrogenspiegel zurückzuführen.

Haarausfall nach der Schwangerschaft – Das passiert im Körper

Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist eine normale Reaktion des Körpers und wird in erster Linie durch Hormonschwankungen verursacht. Während der Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel zunächst einmal an, was sich häufig durch eine gesunde Haut sowie voluminöse und vitale Haaren bemerkbar macht. Die Haare befinden sich länger in der Anagenphase, was gleichzeitig dazu führt, dass diese kräftiger werden und länger wachsen.

Nach der Entbindung fällt der Östrogenspiegel schlagartig ab, was dazu führt, dass Haare in die Ruhephase übergehen und nach zwei-drei Monaten ausfallen. In Fachkreisen spricht man bei dieser Art des Haarausfalls häufig auch von “postpartale Effluvium” (postpartale= nach der Geburt eines Kindes;  Effluvium = Haarausfall).

Von Haarausfall reden Mediziner erst, wenn man täglich mehr als 100 Haare verliert.

Ab wann kann man von Haarausfall sprechen?

Wer täglich ein paar Haare auf dem Kopfkissen oder im Waschbecken findet, sollte nicht gleich beunruhigt sein. Dermatologen nehmen den Begriff Haarausfall erst in den Mund, wenn Menschen über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare verlieren. Das Gleiche gilt auch nach oder in der Schwangerschaft.

Wie lange hält der Haarausfall nach der Schwangerschaft an?

Auf diese Frage gibt es keine universelle Antwort. Wie lange sich der Haarverlust noch nach der Geburt zeigt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. In der Regel fängt dieser ein bis zwei Monate nach der Entbindung an und normalisiert sich spätestens nach einem halben Jahr wieder.

Haarausfall nach der Geburt – Ein Grund zur Sorge?

Wie bereits erwähnt, ist der Haarverlust nach der Geburt eine normale Reaktion des Körpers auf den niedrigen Östrogenspiegel. Nach mehreren Monaten normalisiert sich dieser in der Regel, sodass auch der Haarausfall aufhört. Ist das nicht der Fall, sollte eine dermatologische Untersuchung erfolgen.

Kann der Haarausfall auch anderen Ursachen haben?

Haarverlust nach der Schwangerschaft ist zu großer Wahrscheinlichkeit auf den schwankenden Östrogenspiegel zurückzuführen. Nichtsdestotrotz kann man andere Gründe nicht immer ausschließen.

So kann beispielsweise vermehrter Stress nach der Entbindung die Beschwerden verstärken. Auch eine bereits genetisch bedingte Veranlagung, welche durch die Schwangerschaft getriggert wurde, kann zu vermehrtem Haarausfall führen. Außerdem ist ein Nährstoffmangel (Eisenmangel) nicht auszuschließen und sollte bei Verdacht ärztlich untersucht werden.

Tipps gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft

Um den Haarausfall nach der Geburt zu stoppen, gibt es kein Patentrezept. Dennoch kann man den Beschwerden mit einigen Maßnahmen und Mittelchen entgegenwirken. Dazu im Nachfolgenden mehr.

Stress reduzieren

Anhaltender Stress kann sich negativ auf den natürlichen Wachstumszyklus der Haare auswirken und diese frühzeitig in die Ruhephase versetzen. Schon im Jahr 2005 konnten Wissenschaftler zeigen, dass psychischer Stress Haarverlust begünstigen kann.

Gesund ernähren

Auch unsere Ernährungsweise nimmt eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit unserer Haare ein. Nicht umsonst hat sich unsere Redaktion bereits mit dem Zusammenhang von Ernährung und Haarausfall in einem separaten Beitrag auseinandergesetzt (Link klicken) >

Haarseifen

Wer regelmäßig zu Pflegeprodukten mit Silikone und Parabene greift, braucht sich über eine strapazierte Mähne nicht zu wundern. Für eine naturbelassene Pflege eignen sich beispielsweise Haarseifen, die für wenige Euros im Drogeriemarkt gekauft oder zu Hause selbst gefertigt werden können.

Haaröle

Haaröle ohne Silikone sind eine hervorragende Möglichkeit, um Kopfhaut und Haare zu vitalisieren und diese mit ausreichend Nährstoffe zu versorgen. Außerdem können sie den Haaren einen natürlichen Schutzmantel verleihen, welcher sie vor Umwelteinflüssen wie Reibung und Hitze schützt.

Nahrungsergänzungsmittel

 Ein Nährstoffmangel durch eine einseitige oder ungesunde Ernährung ist ein Hauptgrund für diffusen Haarausfall. Von besonderer Bedeutung für eine gesunde Haarpracht sind die Spurenelemente Zink und Eisen sowie das Vitamin H, auch Biotin genannt. Bei einem Mangel, welcher schnell durch einen Bluttest diagnostiziert werden kann, sollten die Speicher schnellstmöglich durch die regelmäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aufgefüllt werden.

Kopfmassage

Auch eine regelmäßige Kopfmassage kann den Haaren zugutekommen. Die Haut wird dadurch besser durchblutet und mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

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