Haarausfall nach einer Operation: Was kann man als Betroffener tun?

Haarausfall nach einer OP? Dieser Ratgeber gibt Auskunft.

Voluminöses und gesundes Haar gehört seit Jahrhunderten zum westlichen Schönheitsideal. Umso mehr leiden Betroffene, wenn ihnen die Haare verloren gehen. Haarausfall kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Besonders häufig wird er durch genetische Faktoren, eine Krankheit oder anhaltendem Stress getriggert. Doch auch andere Auslöser wie ein Nährstoffmangel, Rauchen oder Hormonschwankungen, die in den Wechseljahren oder nach einer Geburt auftreten können, kommen infrage.

Weniger bekannt, aber dennoch nicht unüblich, ist ein ungewollter Haarausfall nach einer Operation. Wie es dazu kommen kann und was Betroffene dagegen tun können, möchten wir in diesem Artikel ausführlicher beantworten.

Der Wachstumszyklus der Haare

Wenn man nachvollziehen möchte, wieso es nach einer Operation zu Haarausfall kommen kann, ist es hilfreich, sich zunächst mit dem Wachstumszyklus der Haare auseinanderzusetzen:

Das Haar beginnt in der sog. Anagenphase (Wachstumsphase) an zu wachsen und kräftiger zu werden. Diese Phase kann zwischen zwei und fünf Jahren anhalten. Ist das Haar voll ausgewachsen, tritt es in eine zweiwöchige Katagenphase (Übergangsphase) über. Hier wird die Zellteilung gestoppt und die Haare werden von nun an nicht mehr mit den nötigen Nährstoffen versorgt. In der abschließenden Telogenphase (Ruhephase), die ca. drei bis sechs Monate anhält, wächst ein neues Haar nach und “schiebt” das lange Haar aus dem Haarfollikel heraus. Folglich fällt das Haar aus.

Warum kommt es zu Haarausfall nach der einer Operation? Ist die Narkose schuld?

Warum viele Menschen nach einer Operation unter starkem Haarausfall leiden, ist wissenschaftlich bislang noch nicht nachgewiesen. Mediziner vertreten unterschiedliche, teilweise widersprüchliche Meinungen. Auf einige Theorien wollen wir nachfolgend genauer eingehen:

  • Viele Operationen, vor allem am Knie und der Hüfte, gehen mit einem großen Blutverlust einher. Nicht selten leiden Menschen nach einem operativen Eingriff an einer Anämie oder einem Eisenmangel. Neben den Spurenelementen Zink und dem Vitamin Biotin nimmt Eisen eine überaus wichtige Funktion für das Haarwachstum ein. Laut statistischen Zahlen ist ein Eisenmangel einer der häufigsten Ursachen für einen diffusen Haarausfall und könnte also auch nach einer OP dafür verantwortlich sein. Mehr Informationen haben wir hier veröffentlicht: Haarausfall und Eisenmangel >
  • Andere Experten vertreten die Meinung, dass Haarausfall nach einer OP durch Stress ausgelöst werden kann. Durch den Eingriff werden vermehrt Hormone ausgeschüttet, die den oben aufgezeigten Wachstumszyklus der Haare beeinflussen. Mehr und mehr Haare treten frühzeitig aus der Anagenphase in die Ruhephase ein. Das hat wiederum zur Folge, dass Betroffene zwei bis drei Monate nach der OP vermehrten Haarausfall beobachten.
  • Viele Dermatologen gehen davon aus, dass die Narkose vor einer Operation dazu führt, dass die Zellen in den Haarfollikeln mit “eingeschläfert” werden und dadurch die Haarwurzeln nicht mehr in der Kopfhaut gehalten werden können. Folglich fallen die Haare in der Zeit nach der OP vermehrt aus.

Haarausfall nach der OP: Grund zur Sorge?

Haarausfall nach einer OP sollte einem keine zu großen Bauchschmerzen bereiten. In der Regel ist dieser nur von kurzer Dauer. Sollte sich auch nach Wochen keine Verbesserung zeigen, ist es ratsam, sich an einen Dermatologen zu wenden.

Wann hört der Haarausfall nach einer Operation auf?

Die Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Generell sollte dieser jedoch nur von kurzer Dauer sein. Andernfalls sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Homöopathische und natürliche Mittel gegen Haarausfall

Um Haarausfall entgegenzuwirken, kann man auf verschiedene homöopathische Mittel zurückgreifen. Von großer Beliebtheit sind Globuli und Schüssler Salze, auf die wir in anderen Artikeln bereits ausführlich eingegangen sind. Außerdem eignen sich Haaröle, um die Kopfhaut mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen zu versorgen und das Haarwachstum auf natürliche Weise anzuregen.

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