Haarausfall nach der Geburt: Ursachen und was man tun kann

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Haarausfall nach einer Geburt? Wir klären auf.

Einzige Zeit nach der Geburt des Kindes bemerken viele Frauen, dass sich Haarausfall einstellt. Streng genommen ist es jedoch kein Haarausfall, sondern das Wachstum der Haare normalisiert sich einfach wieder. Dieser Vorgang ist als postpartales Effluvium bekannt. Wie so oft ist eine Veränderung der Hormone die Ursache. Während der Schwangerschaft werden die Haare deutlich voller, doch danach kommt es zu Haarausfall. Das ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung, denn dieser Zustand bleibt nicht lange bestehen. In der Regel stellt sich der Haarausfall circa zwischen zwei und fünf Monaten nach Beendigung der Schwangerschaft ein. Nachdem abgestillt wurde, normalisiert sich das Haarwachstum wieder.

In diesem Ratgeber wird geklärt, welche Gründe für Haarausfall in der Schwangerschaft verantwortlich sind und welche Maßnahmen dagegen getroffen werden können. Ob ein Arztbesuch notwendig ist und welche Maßnahmen Betroffene selber ergreifen können, wird ebenfalls erörtert. Abschließend gibt es Informationen darüber, warum unbedingt Geduld erforderlich ist, bis das alte Volumen erreicht ist und welche Mittel gegen den Haarausfall eher ungeeignet sind.

Haarausfall nach der Geburt: Informationen im Überblick

  • Haarausfall nach der Geburt ist eine natürliche Reaktion des Körpers und wird durch Hormonschwankungen verursacht.
  • Nach der Entbindung sinkt der Östrogenspiegel, wodurch viele Haare in die Ruhephase übergehen und nach wenigen Monaten ausfallen.
  • Haarausfall nach der Geburt wird von Medizinern auch postpartale Effluvium bezeichnet.

Was ist für den Haarausfall nach der Geburt verantwortlich?

Haarausfall nach einer Geburt? Wir klären die Ursachen.

In der Schwangerschaft kommt es zur gesteigerten Ausschüttung des Hormons Östrogen. Auf diese Weise ist eine optimale Entwicklung des heranwachsenden Kindes gewährleistet. Östrogen sorgt aber auch dafür, dass die Lebensdauer der Haare verlängert wird. Nach der Hälfte der Schwangerschaft fallen die Haare erst später aus. Daher wirken sie voller als vor der Schwangerschaft. Nach Beendigung der Schwangerschaft fällt der Östrogengehalt im Körper wieder. Deshalb fallen nun wieder mehr Haare aus. Davon ist ein Großteil der Haare parallel betroffen. Das scheint so, als handle es sich um starken Haarausfall. Viele Frauen befürchten nun den Verlust ihrer Haare. Doch das müssen sie gar nicht. Sie benötigen lediglich etwas Geduld, denn mit der Zeit normalisiert sich das Wachstum der Haare wieder. Wer die Pflege umstellt, sorgt dafür, dass die Haare dennoch gesund aussehen, Volumen erhalten und glänzen.

Maßnahmen gegen die Ausfallerscheinungen

Um die optischen Auswirkungen zu mildern, sollten Betroffene ein Shampoo ohne Silikone nutzen, das für Fülle sorgt. Shampoos, die die Haare beschweren, sind ungeeignet. Leichte Shampoos erhöhen das Volumen. Darüber hinaus sollten die Haare kontinuierlich gepflegt werden. Spülungen bringen Brillanz. Außerdem lassen sich die Haare leichter kämmen. Die verwendeten Spülungen sollten ebenfalls leicht sein. Geeignet ist hier generell Pflege für feine Haare, die das Volumen erhöht. Wichtig bei der Anwendung ist, dass der Ansatz ausgespart wird.

Wenn feine Haare schlapp herunterhängen und keine Standkraft haben, können Haarsprays und Trockenshampoos Abhilfe schaffen. Sie erhöhen die Fülle und verleihen dem Ansatz mehr Kraft. Der Föhn kann ebenfalls dabei helfen, optisches Volumen zu zaubern. Überkopf geföhnt oder mit etwas geneigtem Kopf ist das leicht möglich. Die Haare werden nach und nach mit der Bürste angehoben. Mehr Fülle ist möglich, wenn vor dem Föhnen Schaumfestiger verwendet wird.

Wer es selbst nicht schafft, seinen Haaren optische Fülle zu verleihen, sollte zum Friseur gehen und nach einer leichten Dauerwelle fragen. Sie erhöht die Fülle für eine gewisse Dauer. So kann die Zeit gut überbrückt werden, bis sich das Wachstum wieder normalisiert. Der Nachteil der Dauerwelle ist jedoch, dass sie die Haare strapaziert.

Medikamente sollten keinesfalls gegen den Haarausfall eingesetzt werden, da er unbedenklich und reversibel ist. Zudem können chemische Präparate über das Stillen jedoch das Kind schädigen.

Ist ein Arztbesuch wegen Haarausfall nach der Geburt notwendig?

Es ist nicht unbedingt erforderlich, den Arzt wegen des Haarausfalls nach der Geburt aufzusuchen. Vorausgesetzt, die frisch gebackene Mutter fühlt sich insgesamt wohl. Hört der Haarausfall allerdings nicht aus und wird mehr, kann der Weg zum Gynäkologen oder Dermatologen nicht schaden. Vor allem dann, wenn sich auch fahle Haut und dauerhafte Müdigkeit einstellen. Das kann auf einen Eisenmangel zurückzuführen sein. In diesem Fall erstellt der Arzt ein Blutbild und kann so herausfinden, woher die Beschwerden stammen und sie mit geeigneten Mitteln behandeln. Eine Erkrankung der Schilddrüse kann ebenfalls ursächlich sein. Die Ursachen müssen unbedingt abgeklärt werden, damit eine Heilung möglich ist.

Welche Maßnahmen sind noch gegen postnatalen Haarausfall möglich?

Neben den bereits erwähnten äußerlichen Maßnahmen, gibt es noch mehr Möglichkeiten, den postnatalen Haarausfall zu bekämpfen. Während der Schwangerschaft und der Geburt hat der weibliche Körper Höchstleistungen erbracht. Deshalb benötigt er danach genügend Zeit, um sich zu regenerieren. Dazu ist viel Ruhe erforderlich. In der Schwangerschaft kann es häufig zu Stress, Mangelerscheinungen und nach der Geburt zu Schlafmangel kommen. Das kann den Haarausfall zusätzlich steigern. Mit den richtigen Gegenmaßnahmen ist jedoch bald wieder alles im Lot und betroffene Frauen fühlen sich wieder rundum wohl. Sie sollten

  • dem Körper die notwendige Ruhe gönnen, die er jetzt benötigt
  • sich unbedingt ausgewogen und gesund ernähren
  • regelmäßige Kopfmassagen steigern die Durchblutung der Kopfhaut
  • nur milde Shampoos und Kuren ohne Silikone nutzen, die Kopfhaut und Haare schonen
  • lange Haare offen tragen. Zöpfe sorgen für mechanische Reibung und vermehrten Haarausfall

Unbedingt geduldig bleiben, bis die Haare wieder das alte Volumen erreicht haben

Nach einer gewissen Zeit geht der Haarausfall nach der Geburt wieder zurück. Der Hormonhaushalt hat sich normalisiert. Dennoch kann es noch etwas dauern, bis die Haare wieder die alte Fülle erreicht haben. Auch sei nochmals der Besuch des Friseurs angeraten. Neben einer Dauerwelle gibt es nämlich noch mehrere Möglichkeiten, optisch für mehr Fülle zu sorgen. Ein geeigneter Haarschnitt kaschiert das mangelnde Volumen. Ebenso können Strähnchen in der passenden Farbe von den dünn gewordenen Haaren ablenken.

Was ungeeignet gegen Haarausfall nach der Geburt ist

Das Wundermittel gegen den Haarausfall nach der Geburt gibt es nicht. Es werden verschiedene Präparate angeboten, die das Blaue vom Himmel versprechen. Doch halten können sie es in der Regel nicht. Deshalb sollten sich frisch gebackene Mamas keine unnötigen Hoffnungen machen lassen, die sowieso nicht erfüllt werden können. Das sorgt für nur für zusätzlichen Stress und Enttäuschungen. Vielmehr sollten sie die erste Zeit mit ihrem Baby so gut wie möglich auskosten, denn sie geht so schnell vorbei. Sobald sich wieder Ruhe eingestellt, sich das Leben mit dem neuen Erdenbürger eingespielt und zum Alltag gehört, kommt die gewohnte Fülle fast wie von selbst zurück. Psychischer Stress oder ein Nährstoffmangel an Eisen oder Zink kann jedoch dafür sorgen, dass die Phase des hormonell bedingten Haarausfalls noch verlängert wird.

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