Haarausfall im Herbst: Über die Gründe und Behandlungsmöglichkeiten

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

“Das mit den saisonalen Schwankungen kann ich von mir bestätigen, allerdings ist das bei mir eher im Herbst , vielleicht auch schon Spätsommer, der Fall”. [1]

Warum sich Haarausfall saisonal verstärken kann.

Dicke Haare lassen uns jünger, dynamischer und attraktiver aussehen. Doch leider ist nicht jeder von uns mit einer kräftigen und glanzvollen Mähne gesegnet. Möchte man statistischen Auswertungen Glauben schenken, leiden fast 80 % aller Männer in ihrem Leben unter ungewolltem Haarverlust. Auch beim weiblichen Geschlecht ist das Leiden keine Seltenheit und betrifft ungefähr 3 von 10 Frauen.

Die Ursachen dafür sind oft schwer zu diagnostizieren, wobei sie am häufigsten auf genetische Faktoren zurückzuführen sind. Experten sprechen dann von der sog. androgenetische Alopezie. Doch auch andere Gründe können für einen ungewollten Haarausfall verantwortlich sein: So ist es nicht selten, dass Haarausfall eine Folge von einer mangelnden Nährstoffversorgung, anhaltendem Stress oder Hormonschwankung auftritt.

Tatsächlich können aber auch verschiedenen Jahreszeiten den Haarausfall verstärken. In diesem Beitrag möchten wir genauer darauf eingehen, wieso viele Frauen und Männer in den Herbstmonaten verstärkt unter Haarausfall leiden. Wir möchten vorwegnehmen, dass wir bei unseren Recherchen auf verschiedene Erklärungsansätze gestoßen sind und die Ursachen bislang noch nicht vollständig geklärt sind. Deshalb empfanden wir es als umso wichtiger, darüber hinaus wirksame Mittel und Maßnahmen aufzeigen, die im Kampf gegen saisonalen Haarausfall helfen können.

Haarausfall im Herbst: Der Inhalt zusammengefasst

  • Haarausfall kann mehrere Ursachen haben. Dazu im Folgenden mehr.
  • Besonders Frauen leiden in den Herbstmonaten häufig unter verstärktem Haarausfall.
  • Im Monat Juli besitzen Frauen die meisten Haare in der “Ruhephase”. Ist diese zwei Monate später abgeschlossen, fallen die Haare im Herbst aus.
  • Die Haare durchlaufen einen natürlichen Wachstumsprozess, welcher durch übermäßige UV-Strahlung gestört würde. Außerdem käme ein gestörter Hormonhaushalt oder  Vitamin D Mangel für den Haarausfall infrage. Mehr Informationen über Haarausfall bei einem Vitaminmangel finden Sie hier >

Geht man den Ursachen für saisonbedingten Haarausfall auf den Grund, findet man unterschiedliche Meinungen und zahlreiche, teilweise widersprüchliche Erklärungsansätze.

Haarausfall im Herbst ist keine Seltenheit

Haarausfall in den späten Sommermonaten und Anfang Herbst scheint weitverbreitet zu sein. Wenn man einen Blick auf die Suchanfragen zum Begriff “Haarausfall” in den letzten 5 Jahren wirft, fällt schnell auf, dass sich Menschen in Deutschland besonders häufig zu diesen Jahreszeiten mit dem Thema befassen.

Suchanfrage “Haarausfall” in Deutschland im zeitlichen Verlauf seit 2014. Quelle: Google Trends.

Ab wann man von “Haarausfall” sprechen kann

Verliert man weniger als 100 Haare am Tag, ist das in der Regel völlig normal und sollte einem keine Bauchschmerzen bereiten. Dermatologen reden erst von einem krankhaften Haarausfall, wenn die Anzahl der verlorenen Haare bei ihren Patienten täglich im dreistelligen Bereich liegt.

Vorab: Der natürliche Wachstumszyklus

Kopfhaare wachsen im Durchschnitt ca. 1,5 cm im Monat. Dabei durchlaufen sie normalerweise einen Wachstumsprozess, der sich in drei unterschiedliche Phasen einteilen lässt. Wenn man den Ursachen von saisonalem Haarausfall verstehen möchte, ist es zunächst hilfreich diese drei Phasen grob zu kennen.

  • Wachstumsphase:  Wie der Name schon erahnen lässt, bildet sich das Haar in dieser Phase aus und wird kräftiger. Dieser Teilprozess dauert bei gesunden Menschen ungefähr 2-6 Jahre. Aufgrund dieser langen Dauer befinden sich fast 90 % aller Haare in dieser Phase. Interessant ist, dass das Haar in diesem Zeitraum besonders anfällig für Störungen ist. Dazu aber in den nachfolgenden Abschnitten mehr.
  • Übergangsphase: Wenn das Haar aufhört zu wachsen, geht es in eine Übergangsphase über, welche ca. 14 Tage andauert. Lediglich 1 bis 3 % der Haare befinden sich in dieser Phase. Die Haarwurzel wird in dieser Zeit schon nicht mehr mit den nötigen Nährstoffen versorgt. Folglich wird das Haar dünner und geht in die letzte Phase über.
  • Ruhephase: Nach der zweiwöchigen Übergangsphase geht das Haar in die sog. Ruhephase (auch Telogenphase genannt) über, in welcher sich ca. 20 % unserer Haare befinden. Nach ca. 2 bis 3 Monaten in der Ruhephase bildet sich ein neues Haar aus. Dieses drückt das ausgewachsene Haar nun aus dem Follikel, sodass dieses schlussendlich ausfällt.

Haarausfall im Herbst und Winter: Wo liegen die Ursachen?

Geht man den Ursachen für saisonbedingten Haarausfall auf den Grund, findet man unterschiedliche Meinungen und zahlreiche, teilweise widersprüchliche Erklärungsansätze.

Zunächst einmal stellt man bei Recherchen fest, dass viele Frauen bereits in den späten Sommermonaten an einem starken Haarausfall leiden. Begünstigt wird dies laut Experten durch Hitze und Sonneneinstrahlung. Aufgrund intensiver UV-Strahlung kann die natürliche Struktur der Haare verloren gehen. Folglich fallen die Haare aus, werden trocken und verlieren an Glanz.

Außerdem kann vermehrtes Schwitzen auf der Kopfhaut dazu führen, dass die Talgdrüsen verstopfen und kleine Entzündungen entstehen, welche den Wachstumszyklus der Haare stören. Die Haare gehen frühzeitig in die Ruhephase über und fallen dann im Herbst aus.

Eine andere Erklärung liefert das Onlinemagazins “Brigitte”, wobei sich die Autoren auf Wissenschaftler beziehen, die herausgefunden haben, dass Frauen im Monat Juli die meisten Haare in der Ruhephase besitzen würden. Verursacht würde dies durch “die langen Sommertage”.  Nach zwei bis drei Monaten würde die Haare dann folglich im September und Oktober ausfallen. [2]

Wiederum andere Internetquellen sind der Auffassung, dass die geringe Sonnenstrahlung im Herbst den Hormonhaushalt durcheinander bringen würde und dies Haarausfall begünstige. Außerdem würde ein Vitamin D-Mangel im Herbst und Winter eine entscheiden Rolle einnehmen und Haarausfall provozieren. Mit sinkenden Temperaturen würden sich außerdem die Blutgefäße der Kopfhaut zusammenziehen, was dazu führe, dass die Haarfollikel nicht mehr mit ausreichenden Nährstoffen versorgt würden.

Wie lange hält der Haarausfall im Herbst an?

Wie lange ein saisonbedingter Haarausfall anhält, lässt sich schwer voraussagen und ist von individuellen Faktoren abhängig. Bei langanhaltendem Haarverlust sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Gibt es Studien, die sich mit verstärktem Haarausfall im Herbst beschäftigt haben?

Vor der Veröffentlichung dieses Artikels haben unsere Autoren in zahlreiche Datenbanken von Universitäten und Forschungseinrichtungen nach Studien gesucht, die sich speziell mit dem saisonbedingten Haarausfall im Herbst beschäftigt haben. Leider haben wir dabei keine interessanten Untersuchungen gefunden, die an dieser Stelle erwähnenswert wären.

Wie man das Wachstum von gesunden Haare unterstützen kann und Haarausfall entgegenwirkt

Je nach Ursachen kann man unterschiedliche Maßnahmen gegen den Haarausfall ergreifen. Betroffene, die unter genetisch bedingtem Haarausfall leiden, müssen in der Regel auf Medikamente zurückgreifen, um gegen die Erkrankung vorzugehen.

Kommen andere Ursachen wie ein ungesunder Lebensstil, Stress, Hormonschwankungen oder falsche Pflegeprodukte infrage, sollten andere Maßnahmen getroffen werden. Dazu nachfolgend mehr.

Das sollte man beachten

Unsere Ernährungsweise hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit unserer Haare.

Von großer Wichtigkeit ist in jedem Fall eine ausgewogene Ernährung, sodass die Haarfollikeln mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden und gesunde Haare entstehen können. Insbesondere ein Mangel an essenziellen Spurenelemente wie Zink oder Eisen kann schnell dazu führen, dass die Haare brüchig werden und ausfallen. Ferner sollte anhaltender Stress vermieden werden. Andernfalls werden vom Körper Botenstoffe ausgeschüttet, die zu Entzündungen an den Haarfollikeln führen und den natürlichen Wachstumszyklus gefährden. Darüber hinaus sind für die Gesundheit unserer Haare die verwendeten Pflegeprodukte maßgebend. Wir empfehlen in jedem Fall eine Haarseife oder Shampoos ohne Silikone (auf den Link klicken, um weitere Informationen zu erfahren).

Abschließende Worte

Haarverlust im Herbst ist vor allem unter Frauen weitverbreitet, wobei die Gründe dafür noch immer nicht vollständig geklärt sind. Viele Wissenschaftler vertreten unterschiedliche Meinungen. Nichtsdestotrotz gilt: Wer über mehrere Monate unter unerklärlichem Haarverlust leidet und keine Verbesserung bemerkt, sollte sich in jedem Fall von einem Dermatologen beraten lassen.

Verwendete Quellen

1: https://www.alopezie.de/foren/frauen/index.php/t/4829/

2: https://www.brigitte.de/beauty/haare/haarausfall-im-herbst–was-soll-das—10978486.html

5/5 (1)

Lieber Leser, bitte bewerte diesen Beitrag, sodass wir im Fall von schlechten Bewertungen jederzeit an unseren Artikeln feilen können. Solltest Du unseren Beitrag mit weniger als 3 Sternen bewerten, würden wir uns über einen kleinen Hinweis im Kommentarbereich freuen.

Hier finden Sie ähnliche Beiträge:

Menü

Hallo, wir nutzen Cookies, um passende Inhalte zu präsentieren und das Surfvergnügen unserer Leser zu optimieren, aktivieren diese Cookies aber erst, wenn der Button "Akzeptieren" geklickt wird. Weitere Informationen

Wir nutzen Google Analytics und Google Adsense, um zu ermitteln, welche Inhalte unsere Besucher sehen wollen und welche nicht. Eingebettete Youtube-Videos helfen Dir mittels Cookies nur die Videos zu sehen, die Du sehen willst.

Schließen