Haarausfall durch Färben: Informationen & Hilfe

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Warum häufiges Färben zu Haarausfall führen kann.

Haarausfall ist weitverbreitet Krankheitsbild und betrifft fast 80 % aller Männer und 3 von 10 Frauen im Laufe des Lebens. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Unter anderem kommen anhaltender Stress, eine Nährstoffmangel, eine Störung im Immunsystem oder genetische Faktoren für den Verlust infrage. Außerdem ist es nicht selten, dass die Haare aufgrund von äußeren Einflüssen zu viel Hitze, Reibung oder falschen Haarpflegeprodukten brüchig werden und ausfallen.

Zu dem Letztgenannten zählen auch Haarfärbemittel, welche in der Regel aus Ammoniak und Amine hergestellt werden. Diese chemischen Verbindungen können dafür sorgen, dass die natürliche Haarstruktur zerstört wird und das Haar schlussendlich ausfällt. Ferner sind allergische Reaktionen der Kopfhaut und Unverträglichkeiten, die sich durch Hautirritationen und Juckreiz bemerkbar machen, nicht auszuschließen.

In diesem Ratgeber möchten wir uns genauer mit der schädlichen Wirkung dieser Färbemittel auseinandersetzen.

Haarausfall und Färben: Informationen im Überblick

  • Aufgrund chemischer Substanzen ist es nicht unüblich, dass das Färben zu Haarausfall führt.
  • Weitere negative Folgen durch das Färben können allergische Reaktionen und Hautirritationen in Form von Juckreiz, Pickel oder Rötungen sein.
  • Wenn möglich sollte folgende Stoffe gemieden werden: Para-Phenylendiamin, Ammoniak, Lyral (bereits verboten), Wasserstoffperoxid, Resorcin und Aminophenol. Auf die Wirkung der einzelnen Stoffe gehen wir an einer späteren Stelle im Beitrag genauer einer.
  • Als Alternative kann man auf naturbelassenen Färbemittel setzen.
  • Zur Revitalisierung der Haare empfehlen sich natürliche Öle wie Kokosöl, Arganöl oder Rizinusöl.

Haarausfall durch Färben: Wieso, weshalb, warum?

Das Färben der Haare kann unterschiedliche Gründe haben. Viele Menschen greifen zu den Mitteln, um die ersten grauen Härchen an den Schläfen zu verbergen. Andere hingegen möchten in ihrem Spiegelbild einfach eine Veränderung sehen oder ihrer Haarpracht neues Leben verleihen.

Die wenigstens sind sich jedoch darüber im Klaren, dass die chemischen Inhaltsstoffe in den Färbemitteln die Haarstruktur zerstören und den natürlichen Schutzmantel der Kopfhaut angreifen kann. Infolgedessen werden die Haare nicht mehr mit den nötigen Nährstoffen versorgt und die Durchblutung der Kopfhaut gehemmt. Die böse Folge? Die Haare werden trocken, strohig oder fallen häufig sogar ganz aus. 

Welche Substanzen gilt es bei Haarfärbemitteln zu meiden?

Haare färben? Diese Substanzen solltest Du meiden, wenn Du Haarausfall verhindern möchtest.

Wie wir im letzten Abschnitt erfahren haben, können sich Färbemittel schädlich auf die Haare auswirken. Nachfolgend möchten wir einige Inhaltsstoffe aufzeigen, welche im besten Fall vermieden werden sollten.

  • Para-Phenylendiamin: Diese chemische Verbindung wird in vielen Kosmetikprodukten in Kombination mit Ammoniak eingesetzt und ist für die Tönung der Haare verantwortlich. Experten nehmen an, dass im Fall einer allergischen Reaktion durch Färbemittel fast immer p-Phenylendiamin schuld ist.
  • Wasserstoffperoxid: Dieses Mittel ist in zahlreichen Haarfärbemitteln enthalten, um die Haare zu bleichen und aufzuhellen. Je nach Haartyp kann Wasserstoffperoxid die Mähne trocken und spröde machen.
  • Lyral: Lyral ist ein Duftstoff, der die Haut angreift und aufgrund seiner chemischen Verbindung bereits verboten wurde. Dennoch darf der Stoff bis zum Jahr 2021 von Herstellern verarbeitet werden.
  • Aminophenol: Auch dieses Mittel wird eingesetzt, um den Haaren neue Farbnuancen zu verleihen. Häufig entzieht es den Haaren Feuchtigkeit und zerstört den natürlichen Glanz.
  • Resorcin: Hierbei handelt es sich um ein Mittel, welches häufig zu Hautirritationen führt. Nicht selten sind Juckreiz, Pickel und Rötungen die böse Folge. Außerdem ist bekannt, dass Resorcin krebserregend ist und Einfluss auf das Erbgut nehmen kann.
  • Ammoniak: Wenn man Haare färben möchte, benötigt man ein Mittel, mit welchem man die natürliche Schuppenschicht der Haare öffnet. Und genau dafür ist Ammoniak zuständig. Vereinfacht gesagt, sorgt es dafür, dass die Haare aufgehen und die neue Farbe effektiver in die Haare eindringen kann. Durch den Einsatz von Ammoniak kommt es zu einer Alkalisierung, was bedeutet, dass sich die basischen Verhältnisse auf der Haut verändern. Die Folge? Die Haare können brüchig werden und die Haut wird durchlässiger für chemische Substanzen.

Böse Folgen und die bessere Alternative: Pflanzenfarbe

Sobald in den Färbemitteln chemische Substanzen verarbeitet werden, ist es wahrscheinlich, dass die Haare nach der Färbung gereizt reagieren. Wie intensiv sich die Beschwerden zeigen und ob es wirklich zum Haarausfall kommt, ist vom Haartyp abhängig und daher von Person zu Person unterschiedlich.

Wer auf Pickel, Rötungen und generell allergische Reaktionen verzichten möchte, sollte lieber auf Pflanzenfarbe setzen. Diese Naturkosmetika werden ganz ohne synthetische Inhaltsstoffe gefertigt und sind frei von Tensiden, Silikone und Parabene. Zur Herstellung wird üblicherweise der Farbstoff Henna verwendet, welcher aus der Pflanze Lawsonia gewonnen wird.

Haarausfall verhindern: 5 Tipps für die nächste Haarfärbung

  • Wie im letzten Abschnitt bereits erwähnt, empfehlen wir unseren Lesern auf natürliche Haarfarbe zu setzen, die frei von chemischen Substanzen ist.
  • Außerdem sollte man vor einer Färbung auf eine Haarwäsche verzichten, da andernfalls die natürliche Fettschicht der Kopfhaut verloren geht und somit schädliche Substanzen leichter in die Haut eindringen können.
  • Viele Haarfärbemittel besitzen nachgewiesen krebserregende Stoffe. Bei bedenklichen Inhaltsstoffen sollte man vor Verwendung Absprache mit einem Dermatologen halten. In jedem Fall sollte man darauf achten, dass das Färbemittel möglichst wenig mit der Kopfhaut in Kontakt kommt.
  • Ein Blick auf die Verpackung: Seit dem Jahr 2011 sind Hersteller von Färbemitteln dazu verpflichtet, Verbraucher auf Gefahren und mögliche Allergien durch die Inhaltsstoffe hinzuweisen. Wer generell eine empfindliche Haut hat, sollte die Verpackung also lieber zweimal lesen. Ferner sollte in jedem Fall die empfohlene Einwirkzeit beachtet werden.
  • Während des Färbens sollte man stets Handschuhe tragen und den Kontakt mit den Färbemitteln versuchen zu meiden. Außerdem ist es empfehlenswert die Hautflächen am Haaransatz mit einer fettigen Gesichtssalbe einzucremen, sodass das Färbemittel dort nicht in die Haut einziehen kann.

Was kann man gegen Haarausfall nach dem Färben tun?

Wenn die Haare nach einer Färbung ausfallen, gibt es offen gesagt keine wirklichen Wundermittel. Grundsätzlich sollte man versuchen die Mähne zu revitalisieren und mit wichtigen Nährstoffe zu versorgen. Eine sanftes Shampoo ohne Silikone sowie die regelmäßige Pflege mit natürlichen Ölen kann zur Besserung beitragen. Wir empfehlen eine Haatinktur aus Arganöl, Kokosöl oder Rizinusöl.

Abschließende Worte über Färben und Haarausfall

Viele Menschen färben regelmäßig ihre Haare, um sich in der eigenen Haut attraktiver zu fühlen.  Unwissend greifen Verbraucher zu Haarfärbemitteln, ohne zu beachten, dass diese hauptsächlich aus chemischen Substanzen gefertigt werden und regelrechtes Gift für unsere Haare sind. Ist das Kind einmal in den Brunnen gefallen, gibt es nicht wirklich ein Patentrezept. Haaröle und Shampoos ohne Silikone können jedoch in den nächsten Tagen Abhilfe schaffen.

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