Haarausfall bei Kindern: Ein Ratgeber über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Haarausfall bei Kindern. Was steckt dahinter?

Haarausfall ist weitverbreitet und betrifft 80 % aller Männer und jede dritte Frau im Lauf des Lebens. Doch auch die junge Generation kann von regelmäßigem Haarverlust betroffen sein. Schuld daran können u.a. physische Faktoren, eine mangelnde Nährstoffversorgung, Pilzinfektionen oder auch eine Störung im Immunsystem sein. Bei Letzterem handelt es sich um den kreisrunden Haarausfall, welcher sich durch plötzlich auftretende kahle Stellen an der Kopfhaut, Wimpern, Augenbrauen oder anderen Körperstellen bemerkbar machen kann.

In diesem Artikel möchten wir uns genauer mit dem Haarausfall bei Kindern beschäftigen und genauer auf die unterschiedlichen Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten eingehen.

Haarausfall bei Kindern

Erst wenn den Kleinen mehr als 100 täglich ausfallen, sprechen Experten in der Regel von krankhaftem Haarausfall. Ein paar Haare in der Bürste oder im Waschbecken sollten also nicht sofort ein Grund zur Unruhe ein. Im Fall von Haarausfall sollte Eltern mit ihrem Nachwuchs in jedem Fall einen Kinderarzt aufsuchen, welcher schnellstmöglich versuchen wird, die genauen Ursachen zu diagnostizieren. Nachfolgend möchten wir auf die möglichen Gründe für den Haarverlust gesondert eingehen.

Kreisrunder Haarhausfall bei Kindern

Kreisrunder Haarausfall kann sich in jedem Alter bemerkbar machen und betrifft häufig auch schon Babys und Kinder. Wie der Name erahnen lässt, macht sich der Haarausfall durch kreisrunde Herde an Kopfhaut, Wimpern, Augenbrauen oder anderen behaarten Körperstellen bemerkbar. Mädchen als auch Jungen sind von der Erkrankung ungefähr gleich häufig betroffen, wobei sie insgesamt bei 0,03 bis 0,1 % aller Kinder auftritt. Die Ursachen für den krankhaften Verlust der Kopfhaare sind noch immer nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine Fehlfunktion des Immunsystems, wobei körpereigene Zellen die Haarfollikel angreifen. Typisch für den Verlauf der Erkrankung sind einzelne Schübe, die in unregelmäßigen Abständen auftreten. Glücklicherweise wachsen an den kahlen, ovalen Stellen bei ungefähr jedem dritten Kind nach einem halben Jahr wieder vollständig Haare nach. Nach ungefähr 12 Monaten ist die Erkrankung bei der Hälfte aller Kinder nicht mehr ersichtlich. Nichtsdestotrotz kann man in der Regel nicht ausschließen, dass die Erkrankung zukünftig nicht wieder auftritt.

Haarverlust durch Nährstoffmangel

Haarausfall durch eine falsche Ernährung kommt auch bei Kindern als Ursache infrage.

Haarausfall durch eine mangelnde Nährstoffversorgung betrifft nicht nur Erwachsene, sondern kann auch bei Kindern als Ursache infrage kommen. Von besonderer Bedeutung für die Bildung von gesunden Haaren sind die Vitamine A, E, B, Biotin und einige Spurenelemente wie Eisen, Zink und Selen. Ein Defizit wird häufig durch eine Darmerkrankung oder eine einseitige, ungesunde Ernährung begünstigt. Auch ein vegetarischer oder veganer Ernährungsstil kann zu unerwünschtem Haarverlust führen, wenn die fehlenden Spurenelemente nicht regelmäßig über Präparate eingenommen werden.

Lesetipp: Mehr Informationen über Haarausfall bei einem Vitaminmangel finden Sie hier >

Pilzinfektionen

Auch eine Pilzinfektion der Kopfhaut kann bei Kindern für den Haarverlust verantwortlich sein. Typischer zeigt sich die Erkrankung durch juckende und schuppige Bereiche auf dem Kopf. Am häufigsten sind Kindern von einer Ringelflechte der Kopfhaut (auch unter dem Namen Tinea capitis bekannt) betroffen. Im Fall einer Erkrankung ist es wichtig, dass eine schnelle Behandlung erfolgt, da sich sonst die Haarwurzeln entzünden und vernarbtes Gewebe zurücklassen können. Zu den Infektionsquellen zählen vor allem Haustiere wie Katzen oder Meerschweine. Aber auch Gegenstände wie Plüschtiere, Haarbürsten oder Autositze können als Ursache nicht ausgeschlossen werden. Behandelt wird die Erkrankung bei Kindern üblicherweise mit dem oral verabreichten Arzneistoff Griseofulvin.

Selbst verursachter Haarausfall

Eine weitere Ursache für Haarverlust bei Kindern kann eine sog. “Trichotillomanie” sein. Dabei reißen sich die Kinder aufgrund von psychischen Gründen, beispielsweise eines gestörten Mutter-Träger-Verhältnisses oder dem Verlangen nach mehr Aufmerksamkeit die Haare selber aus. Nicht selten greifen die Kleinen auch selber zur Schere, schneiden sich Haare ab und berichten ihren Eltern, dass ihnen zunehmend Haare ausfallen würden. Laut Statistiken kann man davon ausgehen, dass ungefähr 1 % aller Kinder von einem selbst verursachten Haarausfall betroffen sind.

Falsche Pflegeprodukte und äußere Einflüsse

Tatsächlich können auch chemische Pflegeprodukte oder häufiger Haarstyling bei Kindern zu ungesunden Haare oder gar Haarausfall führen. Empfehlenswert für eine regelmäßige Pflege sind naturbelassene Haarseifen, die ohne Silikone und Parabene hergestellt werden. Auch äußere Einflüsse, wie intensive Hitze und Reibung können für einen Verlust der Kopfhaare verantwortlich sein.

Schulmedizin vs. Naturheilkunde

Je nach Ursache für den Haarausfall gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. In der Schulmedizin wird als Mittel gegen das Leiden häufig ein Medikament verschrieben oder Cortison eingesetzt, welches mit starken Nebenwirkungen verbunden sein kann. Deshalb sollten Eltern in jedem Fall eine alternative, natürliche Behandlung bei einem Naturheilpraktiker in Erwägung ziehen.

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