Haarausfall: Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Zum heutigen Schönheitsideal gehört neben makelloser Haut und gepflegten Fingernägeln eine außergewöhnliche Haarpracht: voll, kräftig und glänzend. Lichtes Haar durch verstärkten Haarverlust auf der Kopfhaut ist körperlich und seelisch belastend. Vor allem das weibliche Geschlecht leidet unter den kosmetischen Folgen fehlenden Haarvolumens. Die natürliche Mähne von Frauen symbolisiert Weiblichkeit, Schönheit und Jugendlichkeit. Männer mit dichter Kopfbehaarung gelten als maskulin, dynamisch und anziehend. Kopfhaare schützen außerdem die Haut vor äußeren Einflüssen wie Sonnenlicht. Verstärkter Haarverlust ist kein Einzelfall: Laut Statistiken leiden über 70% der Bevölkerung unter Haarproblemen. Haarausfall kann zahlreiche Ursachen haben, kommt in verschiedenen Formen vor und die Behandlungsmöglichkeiten sind unendlich. Auf den übersichtlich sortierten Ratgeberseiten von uns finden Sie fundiertes Wissen, individuelle, langfristige Lösungsmöglichkeiten, Neuigkeiten und Informatives.

📍Inhaltsverzeichnis: Themen des Beitrags im Überblick ⇣ ⇣

Fundierte Beratung zu Haarausfall – Was Sie hier erfahren

  • Der menschliche Haarzyklus: Zahlen, Daten, Fakten
  • Neuartige Technologie: Stammzelltherapie
  • Formen von Haarausfall
  • Ursachen und Symptome von Haarverlust
  • Behandlungsmöglichkeiten: Hausmittel, Alternativmedizin, Schulmedizin
  • Haarausfall bei Frauen, Männern und Kindern
  • Lebenswichtige Mikronährstoffe und optimale Haarpflege
  • Spezielles Wissen zu Haarausfall, Frisurentipps

Natürlicher Wachstumszyklus: Zahlen und Fakten

Der Mensch besitzt zirka 80.000 bis 120.000 Kopfhaare. In einer Haarbürste befinden sich nach dem Kämmen maximal 40 bis 100 Haare. Im Normalfall bleiben also ausreichend Haare auf dem Kopf zurück. Unsere aus Kreatin bestehenden Haare werden vom Haarwurzel umgebenden Haarfollikel gebildet. Der Zyklus im Haarfollikel durchläuft abwechselnd Phasen der Ruhe und des Wachstums. Kopfhaare wachsen zirka 0,3 Millimeter täglich. Das entspricht einer Wachstumslänge von einem Zentimeter pro Monat. Die erste Wachstumsphase (Anagenphase) dauert zwei bis sechs Jahre. Nach einer zweiwöchigen Übergangsphase (Katagenphase) folgt die Ruhephase (Telogenphase), in der die Stoffwechselaktivität eingestellt wird: Das Haar fällt aus. Jeder Mensch verliert regelmäßig Haare. Beim gesunden Menschen wachsen die Kopfhaare unabhängig voneinander ständig nach. Befinden sich Haarausfall und Neubildung im Gleichgewicht, müssen Sie sich keinerlei Sorgen machen. Ist der Haarzyklus gestört, kommt es zu Haarausfall. Von krankhaft bedingtem Haarausfall spricht man ab einem Haarverlust von mehr als 100 Haaren am Tag. Lichtet sich das Kopfhaar oder treten kahle Stellen auf: Gehen Sie den Ursachen auf den Grund!

Vorab eine Begriffsklärung: Effluvium und Alopezie

Effluvium: nennt man den pathologisch verstärkten Ausfall der Kopfhaare durch Zerstörung der Kopfhaarfollikel.
Alopezie: ist die sichtbare Haarlosigkeit durch unerwünschten Haarausfall.

Es gibt viele Arten und Ursachen von Haarausfall: Die wenigsten Formen sind krankheitsbedingt. Trotzdem machen sich Sorge und Verwirrung breit. Das Selbstwertgefühl leidet unter negativer Eigenwahrnehmung, Unattraktivität oder mangelnder Ästhetik. Chemische Haarwuchsmittel halten nicht, was sie versprechen. Die Wundermittel bleiben wirkungslos, sind teuer oder rufen unerwünschte Nebenwirkungen hervor. Chemische Produkte regen das Haarwachstum an und halten Haarausfall auf.

Formen von Haarausfall in der Übersicht

Hormonell-erblich bedingter Haarausfall: Androgenetische Alopezie

Androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarausfalls.

Form und Ursachen: Genetisch bedingter Haarausfall ist angeboren. Haarwurzeln reagieren empfindlich auf eine bestimmte Form des männlichen Sexualhormons. Kopfhaare fallen aus und es wachsen keine Haare nach. Im Laufe der Zeit führt der männliche Haarausfall zu einer Halbglatze. Im Nacken bleibt ein Haarkranz stehen. Androgenetische Alopezie ist die häufigste Form von Haarausfall und kann bereits junge Menschen ab dem 20. Lebensjahr treffen. Von hormonell erblich bedingtem Haarausfall sind in Deutschland 40% der Frauen und rund 70% der Männer betroffen. Hormone können im Körper verrückt spielen: Sie sorgen für Stimmungsschwankungen zwischen Lachen und Weinen, regeln unseren Blutdruck oder verursachen ernsthafte Störungen. Im Verlauf der androgenetischen Alopezie kommt es bei den Damen zunächst zum Verlust der Haare im Scheitelbereich und zur Ausdünnung. Bei Männern zeigen sich anfangs typische Geheimratsecken, danach die Lichtung der Fläche um den Wirbel am Hinterkopf. Im Endstadium sterben die Haarfollikel ab – der Haarverlust ist nicht rückgängig zu machen. Handeln Sie frühzeitig!

Behandlungsmöglichkeiten: Regelmäßige Kopfmassagen fördern die Durchblutung der Kopfhaut. Haarfollikel werden zur vermehrten Nähstoffaufnahme angeregt. Eine vollständige Heilung des erblichen Haarausfalls ist nicht möglich. Kosmetische Mittel, Pflegeprodukte und Massagen wirken jedoch unterstützend und verlangsamen den Prozess. Eine medikamentöse Behandlung mit hemmender Wirkung des männlichen Sexualhormons bekämpft den Hauptgrund des Haarverlustes. Präparate mit zielgerichteter Wirkung gegen DHT zeigen Erfolge: Der Wirkstoff Alfatradiol hat sich bewährt. Haarausfall wird reduziert, dichtere Stellen sind die Folge.

Lesetipp: Mehr über die Zusammenhänge von Haarausfall und DHT hier >

Wissen: DHT (Dihydrotestosteron) ist ein biologisch aktives Zwischenprodukt des Hormons Testosteron. DHT wird durch das im menschlichen Körper vorhandene Enzym SRD5 aus Testosteron gebildet. Das Sexualhormon Testosteron kommt beim männlichen und weiblichen Geschlecht in unterschiedlicher Konzentration und Wirkungsweise vor. Der biochemische Botenstoff setzt in bestimmten Zellen spezifische Wirkungen in Gang. Männer haben kleine Mengen DHT in den Hoden. Dihydrotestosteron steuert die männliche Körperbehaarung, den Bartwuchs, verschiedene Talgdrüsenfunktionen und äußere männliche Genitalanlagen. Durch genetische Disposition nimmt die Kopfbehaarung ab und führt zu unerwünschtem Effluvium. Gestörte DHT-Konzentrationen können Alopezie oder Hirsutismus – eine verstärkte, männliche Körperbehaarung bei Frauen – hervorrufen. Zu erblich bedingtem Haarausfall kommt es durch erhöhte DHT-Konzentration in Verbindung mit einer hohen Anzahl empfindlicher DHT-Rezeptoren. 

Kreisrunder Haarausfall: Alopezia areata

Form und Ursachen: Beim kreisrunden Haarausfall, der sogenannten Alopezia areata, liegt meistens eine Störung des eigenen Immunsystems vor. Körpereigene Abwehrzellen greifen bei dieser Autoimmunkrankheit die Haarwurzeln an und stoppen das natürliche Wachstum. Es entstehen deutlich abgegrenzte, runde, münzgroße kahle Stellen. Vom kreisrunden Haarausfall kann die gesamte Körperbehaarung betroffen sein. Alopezia areata kann bereits Kinder und jugendliche treffen. Ein Nachwachsen der Haare an kahlen Stellen ist möglich. Andere denkbare Faktoren zur Begünstigung von kreisrundem Haarausfall sind Stress und seelische Belastungen.

Behandlungsmöglichkeiten: Kreisrunder Haarausfall muss vom Facharzt behandelt werden. Suchen Sie einen Dermatologen, Facharzt für Hauterkrankungen, auf. Durch eine Autoimmunkrankheit hervorgerufener kreisrunder Haarausfall in schwerer Form kann durch die topische Immuntherapie behandelt werden. Die Behandlungsform wird in Deutschland als Heilversuch nach besonderer Aufklärung angeboten. Das eingesetzte Diphenylcyclopropenon (DCP) ist kein zugelassenes Arzneimittel. Kosten und Risiken müssen Patienten tragen.

Wissen: Das körpereigene Immunsystem zielt im Normalfall darauf ab, fremde Krankheitserreger unschädlich zu machen. Autoimmunkrankheit heißt: Unser Abwehrmechanismus richtet sich gegen körpereigene Immunzellen. Durch die Krankheit gebildete Antikörper wirken gegen körpereigene Substanzen, die das Immunsystem fälschlicherweise als fremdartig erkennt. Beim kreisrunden Haarausfall zerstört unser Immunsystem die Haarfollikel. Die Haarwurzeln entzünden sich. Betroffene Haare fallen aus, brechen und wachsen als Stummelhaare nach. 

Diffuser Haarausfall: Lichte Kopfhaare durch verschiedene Auslöser

Form und Ursachen: Diffuser Haarausfall findet seine Ursache in Mangelernährung, Stress, hormonellen Umstellungen, Infektionskrankheiten, Diabetes Mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Medikamenten-Einnahme. Diffuser Haarausfall hat dünnes Haar auf der gesamten Kopfhaut zur Folge. Der Haarverlust ist nicht deutlich auf einen Bereich beschränkt. Von diffusem Haarausfall sind mehr Frauen als Männer betroffen. Eine ständig eng gebundene Frisur kann Auslöser sein. Diese Form des Haarausfalls kann sowohl krankheitsbedingt als auch nicht krankheitsbedingt auftreten.
Strenge Diäten, Magersucht, vegane Ernährung oder durch Alltagsstress hervorgerufener Zeitmangel zur gesunden Ernährung kann zu Mangelerscheinungen führen. Hormonelle Umstellungen treten in Schwangerschaften, während der Wechseljahre oder nach dem Absetzen der Pille auf. Mit Absinken des Östrogen-Spiegels fallen Haare schneller aus. Infektionskrankheiten und emotionale Dauerbelastungen beeinflussen das natürliche Haarwachstum negativ. Krebspatienten leiden während einer Chemo- oder Strahlentherapie an diffusem Haarausfall. Nach der Krebstherapie wachsen die Haare nach. Blutdruck senkende Arzneimittel oder Cholesterinsenker sind weitere Auslöser für diffusen Haarausfall. Durchblutungsstörungen der Kopfhaut und falsche Haarpflege zählen zu möglichen Ursachen von Haarausfall.

Behandlungsmöglichkeiten:  Diffuser Haarausfall kann nur durch eine Beseitigung der vorliegenden Ursachen behandelt werden. Mangelerscheinungen können durch gesunde Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel und unterstützende Pflegeprodukte ausgeglichen werden. Grunderkrankungen erfordern einen Arztbesuch und anschließende Therapie. Sie haben Stress? Es helfen Entspannungsübungen, Bewegung, frische Luft, Auszeiten und die Beseitigung der Stressfaktoren. Hormonelle Umstellungen brauchen Geduld. Nach einer Geburt pendelt sich der Hormonhaushalt von selbst wieder ein. Haarprobleme durch Medikamente gebieten einen erneuten Arztbesuch und alternative Heilmittel.

Spezielle Formen von Haarausfall

Weitere Gründe für Haarausfall oder kargen Haarwuchs sind Pilzinfektionen oder Schuppenflechten auf der Kopfhaut. Der Katzenpilz hinterlässt einzelne, kahle Stellen auf der Kopfhaut. An infizierten Stellen können Haare ausfallen und schlecht nachwachsen. Zur Vermeidung von permanentem Haarverlust mit Vernarbungen ist eine frühzeitige Therapie wichtig.
Katzenpilz: Der infektiöse Fadenpilz überträgt sich durch Hautkontakt von Katzen auf den Mensch. Der Katzenpilz verursacht juckenden, hartnäckigen Hautausschlag und Haarausfall.

Vernarbender Haarausfall (Alopecia cicatricalis) durch Verbrennungen oder Krankheiten lässt kein Nachwachsen der verlorenen Haare zu. Die Haarfollikel werden irreversibel zerstört. Beispiele für vernarbenden Haarausfall sind Pseudopelade Brocq und Folliculitis decalvans.
An Pseudopelade Brocq erkranken hauptsächlich Frauen im Alter von 30 bis 55 Jahren. Gründe für den seltenen Haarausfall gibt es bis heute keine. Sich ausweitende, haarlose Stellen auf der Kopfhaut sind gerötet und glänzen.
Folliculitis decalvans tritt bei Männern und Frauen als hartnäckige Kopfhauterkrankung auf. Die narbige Alopezie geht mit Krusten, Pusteln und ausfallenden Haarbüscheln einher. Eine Behandlung ist langwierig und schwierig.

Mechanischer Haarausfall hat keine körperlichen Gründe und wird vom Betroffenen selbst verursacht. Eine Überbeanspruchung der Kopfhaare mit Haarausfall als Folge entsteht durch folgende, äußerliche Reize:

  • Starkes Reißen beim Kämmen
  • Nutzung von Glätteisen und Lockenstäben
  • Dauerwellen
  • Straffe, eng gebundene Frisuren
  • Haargummis

Der Haarausfall beschränkt sich auf beanspruchte Kopfhautareale. Im Anfangsstadium reicht es, den Auslöser zu beseitigen. Anschließend helfen dem beanspruchten Haar zur Regeneration gesunde Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel und schonende Pflegemittel. Der letzte Ausweg bei zerstörten Haarfollikeln ist eine Haartransplantation.

Altersbedingter Haarausfall (Alopecia senilis) kann durch Basilikum-Extrakt gestoppt werden. Die Anwendung einer Anti-Aging-Gesichtscreme mit Basilikum fördert das Augenbrauenwachstum. [u]Klinisch-dermatologische Anwendungsstudien bestätigen bis zu 94% weniger Haarausfall durch wirkungsvolles, kultiviertes Basilikumkonzentrat.[/u] Das pflanzliche Mittel pflegt Haut und Haar in schonender Art und Weise. Das Küchenkraut blockiert das für den Haarausfall verantwortliche Enzym.

Wissen: Trichotillomanie (griechisch, thrix = Haar, tillein = rupfen, mania = Wahnsinn) ist eine krankhafte Störung der Impulskontrolle. Betroffene reißen sich zwanghaft selbst die Haare aus. Die Krankheit führt zu büschelweisem Verlust des Haupthaares. In schweren Fällen kommt es zu Vernarbungen.

Häufigste Ursachen für Haarausfall in der Übersicht

  • Vererbung, altersbedingter Verlauf
  • Hormonumstellungen, durch eine Schwangerschaft oder Antibabypille
  • Psychischer Stress
  • Medikamente und Bestrahlungen
  • Infektionen und schwere Krankheiten
  • Diabetes Mellitus
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Mangelernährung
  • Lebenswandel: Rauchen, Schlafmangel (Haare wachsen nachts)
  • Zink- und Eisenunterversorgung

Haarausfall bei Männern

Die häufigste Form von Haarverlust bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall

Männer sind deutlich häufiger von Haarausfall betroffen als Frauen. Männlicher Haarausfall ist in den meisten Fällen nicht krankheitsbedingt: Die häufigste Form von Haarverlust bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall. Diffuser Haarausfall kommt bei Männern seltener vor als bei Frauen. Er entsteht durch ungünstige Einflussfaktoren wie Dauer-Stress, Schlafmangel oder Rauchen und Alkohol. Erste Anzeichen für anlagebedingten Haarausfall sind Geheimratsecken. Die Haargrenze an der Stirn zieht sich nach hinten, kahle Schläfen und lichter werdendes Haar am Vorderkopf sind frühe Anzeichen. Obwohl Männer mit Geheimratsecken älter und weiser wirken, fühlen sich viele Männer weniger maskulin. Negative Selbstwahrnehmung führt zu Depressionen, Minderwertigkeitskomplexen und mangelndem Selbstbewusstsein. Das wirkt sich auf das soziale Umfeld, die berufliche Karriere und den gewünschten Erfolg aus.
Nach den oft noch sympathischen Geheimratsecken folgt der Haarausfall am Hinterkopf. Eine kleine, kreisförmige kahle Stelle entsteht. Zum kompletten Haarverlust kommt es in ganz seltenen Fällen: ein Haarkranz im Nacken bleibt. Viele betroffene Männer entscheiden sich bei teilweisem Haarverlust für eine Vollglatze und lassen sich auf einen rigorosen Kahlschlag ein.

Tipps für kaschierende Frisuren

  • Kurzhaarfrisuren lassen die Kopfhaare optisch voluminöser erscheinen. In längerem Haar fallen Geheimratsecken auf. Entscheiden Sie sich für eine attraktive, trendige Kurzhaarfrisur.
  • Sie möchten bei einer Langhaarfrisur bleiben? Dann lohnt sich ein Styling mit Haarwachs oder Gel. Mit einem Zopf betonen Sie Ihre Denkerstirn und Individualität.
  • Eine modische Frisur entsteht durch das Rasieren der Kopfhaare bis zu den Schläfen. Die vollen Oberhaare föhnen Sie nach oben. Geheimratsecken fallen kaum auf.
  • Ist die Alopezie fortgeschritten, kommen Haarteile oder Perücken zum Einsatz.
  • Die Glatze als Markenzeichen starker Persönlichkeiten, für einen coolen Look, aus ästhetischen Gründen oder aufgrund von zunehmendem Haarausfall: Der Kahlschlag liegt im Zeitgeist und ist ein Zeichen männlicher Größe.

Haarausfall bei Frauen: Sie sind nicht allein

Haarausfall bei Frauen. Wir kären auf.

Lästige Haare verstopfen den Abfluss, hängen in der Kleidung, in Waschmaschine und Trockner und sammeln sich büschelweise in Haarbürsten. Mit unruhigem Blick in den Spiegel kontrolliert jede Frau, ob sie noch Haare auf dem Kopf hat. Insbesondere Frauen fühlen sich durch den Verlust der Haare unattraktiv. Eine ansehnliche Mähne und trendige Frisuren gelten in unserer Gesellschaft als Schönheitsideal. Volles Haar steigert sicheres Auftreten und Wohlbefinden. Schwindendes Haarvolumen bedeutet für viele Frauen den Verlust von Weiblichkeit und Liebreiz. Die psychische Belastung von Frauen mit lichtem oder fehlendem Kopfhaar ist nicht zu unterschätzen. Das Selbstbewusstsein sinkt. Fehlt dem Kopfhaar die Fülle, sind Kurzhaarfrisuren der Kompromiss. Jede zweite Frau über 40 ist von Haarausfall mit extrem ausgedünntem Haar betroffen. Haarwurzeln verkümmern durch das im Alter steigende Hormon DHT. Bei 95% der betroffenen Frauen handelt es sich um genetisch bedingten Haarausfall, der von alleine nicht verschwindet. Schwangerschaft und Wechseljahre führen ebenfalls zu steigendem Haarverlust. Die gute Nachricht: Sie können rechtzeitig etwas gegen feines Haar im Alter tun. Chemische Haarwuchsmittel sind meist gesundheitsschädlich und verursachen Kopfschmerzen, gereizte Kopfhaut oder Jucken. Hausmittel oder natürliche Alternativen sind gefragt. Eine Portion Lässigkeit, das passende Mittel für effektive Behandlung und gute Pflege mildern sichtbare Folgen unliebsamen Haarausfalls.

Haarausfall bei Kindern: Frühzeitiges Handeln ist Pflicht

Schuppenflechten, Pilzinfektionen, Nährstoffmangel oder falsche Behandlung mit Pflegemitteln führen bei Kindern zu Haarausfall. Im Jugendalter kann Eisenmangel zu übermäßigem Haarausfall führen. Durch Einsetzen der ersten Monatsblutungen von Mädchen kommt es häufig zu Eisenmangel. Haare werden über die Zellen in den Haarwurzeln mit nötigen Nährstoffen versorgt. Eine Unterversorgung belastet Körper und Haarwuchs nachhaltig. Bei Kindern gilt Haarausfall über mehrere Wochen mit täglich 50 bis 80 ausfallenden Haaren als krankhaft. Junge Betroffene sind durch Haarausfall besonders belastet. Plötzlicher Haarverlust im Kindesalter muss ärztlich abgeklärt werden, um die Ursachen zu behandeln. Haare fallen nicht immer sofort aus. Zwischen dem Auslöser und dem tatsächlichen Haarausfall können Wochen oder Monate liegen.

Hausmittel für gesunde Kopfbehaarung

  • Kokosöl wird als Haarkur in die Kopfhaut einmassiert. Die antibakterielle Wirkung hilft gegen Pilze und Viren. Die Einnahme von Kokosöl wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und regelt den Säurehaushalt im Körper.
  • Aloe Vera überzeugt mit beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften. Trockene, gestresste Kopfhaut ist dankbar für eine Massage mit dem Saft der Pflanze.
  • Bockshornklee kräftigt die Haarwurzeln durch gesteigerte Durchblutung und den Gehalt von Eisen. Bockshornkleesamen können Sie einnehmen oder als Paste äußerlich anwenden.
  • Bierspülungen beruhigen die Kopfhaut und kann Haarausfall reduzieren. Bier enthält Vitamin B zur Begünstigung von Haarwachstum.
  • Brennnesseltee als Haarkur regt die Kopfhautdurchblutung an. Die Brennnessel ist ein altbewährtes Hausmittel bei Haarverlust und Haarproblemen. Geschädigte Haarfollikel regenerieren durch die enthaltenen Vitalstoffe.

Tipp: Schüsslersalze stärken die Haare und Haarwachstum. Generell kräftigen Natrium phosphoricum (Nr. 9 der Schüssler-Salze) und Silicea (Nr. 11) die Haare. Kreisrunder Haarausfall ist mit Kalium phosphoricum (Nr. 5) behandelbar. Schüssler-Salze können äußerlich und innerlich angewendet werden. Die Salze sind alternativmedizinische, homöopathisch dosierte Produkte aus Mineralsalzen.

Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente

Ganzheitliche, natürliche Methoden zum Umgang mit dem gesundheitlichen Thema Haarausfall sind eine Alternative zu schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten. Sie ersetzen weder den Arztbesuch bei krankheitsbedingtem Haarausfall noch notwendige medizinische Maßnahmen. Mit pflanzlichen Mitteln unterstützen Sie den natürlichen Haarschopf. Flüssige Nährstoffmischungen nimmt der menschliche Körper über die Schleimhäute besonders gut auf.

Präparat

Zusammensetzung

Eigenschaften

Personengruppen

LaVita Flüssiges Nährstoffkonzentrat aus 70 gesundheitsfördernden Lebensmitteln, vegan, ohne Schad- und Zusatzstoffe, gluten- und lactosefrei, ohne Gentechnik angebaute Lebensmittel Umfassende Versorgung der Zellen mit Vitaminen und Spurenelementen, entsäuernde Wirkung Kinder und Erwachsene
Rezilin Basilikumextrakt Haarkur, ohne Hormone, Alkohol, Parabene, Silikon, Sulfate oder Konservierungsstoffe, frei von Nebenwirkungen, in Bio-Qualität, Dermatest hat Verträglichkeit und Wirksamkeit getestet hemmt Haarausfall, für brüchiges Haar, blockiert das Enzym, welches für die Umwandlung des männlichen Sexualhormons in DHT verantwortlich ist Männer und Frauen
Priorin-Kapseln Hirse-Extrakt, Vitamin B5 und L-Cystin versorgen die Haarwurzeln mit Vitalstoffen, Anwendung bei hormonell erblich bedingtem Haarausfall, wirkt verbessernd, nicht heilend. Gleichzeitige Pflege mit Priorin Shampoo verleiht dem Haar von außen Kraft und Volumen und schützt die Kopfhaut Frauen
Regaine Männer- oder Frauenschaum Das chemische Mittel ist als Schaum oder Lösung rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Wirkstoff: Minoxidil, enthält Propylenglycol Wirkt nur bei intakten Haarwurzeln, nicht bei Vernarbungen wirkt genetisch bedingten Haarverlust entgegen, Anwendung ab dem 20. Lebensjahr, der auf die Kopfhaut aufgetragene Wirkstoff regt das Haarwachstum an und kann Haarausfall hemmen Männer/Frauen
Alfatradiol in Deutschland zugelassenes Medikament bei androgenetischem Haarausfall Erwachsene
Finasterid unerwünschte Nebenwirkungen Hemmung der Umwandlung von Testosteron in DHT Männer

Medikamente, bei denen lediglich die Erhöhung der Lebensqualität im Vordergrund steht, werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Gesunde Ernährung zur Stärkung der Haarstrukturen

Zur Prävention von Haarausfall und zur Behandlung spielt die ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen eine wichtige Rolle. Menschliche Organe und Zellen funktionieren durch ausreichende Nährstoffversorgung. Hautzellen und Haarwurzeln werden über den Blutkreislauf mit Vitalstoffen versorgt. Der Hautstoffwechsel ist ein empfindliches Organsystem. Produkte mit ausschließlich natürlichen Wirkstoffen sind bei optimaler Dosierung effektiv und sinnvolles Ergänzungsmittel. Im hektischen Alltag ist es nicht immer möglich, frisch und gesund zu kochen. Versuchen Sie es Ihren Haaren zuliebe: Sowohl tiefgekühlte als auch frische Kräuter enthalten zahlreiche Spurenelemente und haben eine entsäuernde Wirkung. Eine überwiegend basische Ernährung mit viel Obst und Gemüse trägt zur Haargesundheit bei. In jeder Küche können pflanzliche Öle zum Backen, Kochen und Frittieren griffbereit sein. Kohlenhydrate fördern Übersäuerung und Entzündungen. Reduzieren Sie den Anteil an weißem Mehl und Sättigungsbeilagen. Diäten sind häufig einseitig und wirken Ausgewogenheit entgegen. Radikalkuren sollten Sie vermeiden.

Essentielle Vitamine und Nährstoffe gegen Haarausfall

Nährstoff

Lebensmittel

Wirkung

Eisen Leber, Hülsenfrüchte, Spinat Eisenmangel führt zu Haarausfall und brüchigem Haar
Vitamin B Rindfleisch, Fisch, Eier, Orangen regt Stoffwechseltätigkeiten in Haarwurzeln an
Biotin Sojabohnen, Erdnüsse, Eier, Vollmilch erhält gesundes Haar glänzend und kraftvoll, verhindert frühzeitiges Ergrauen
Zink Käse, Milch, Eier, Fleisch, Haferflocken Zinkmangel führt zu Haarausfall, bildet das Haarprotein Keratin
Vitamin C Obst, Gemüse, Acerola sorgt für kräftiges Haar, bindet Eisen an die roten Blutkörperchen
Vitamin D Sonnenstrahlung, Lebertran, Speisefische
Proteine Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte entscheidend für das Haarwachstum
Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 hochwertige Pflanzenöle glänzende, kräftige Strukturen

Lesetipp: Mehr Informationen über Haarausfall bei einem Vitaminmangel finden Sie hier >

Richtige Pflege und optimales Styling gegen Haarverlust

Tägliches Haare waschen ist ungesund. Durch häufiges Waschen verliert die Kopfbehaarung Spannkraft, Elastizität und Glanz. Haare werden trocken und brüchig. Haare werden brüchig: Spliss entsteht. Straff gebundene Zöpfe fördern auf Dauer Haarausfall an manchen Stellen. Tragen Sie die Haare locker gebunden, geflochten oder offen. Um Ihre Haare zu schonen, vermeiden Sie heißes Wasser, häufiges Föhnen, Glätten und straffes Kämmen.

Haartransplantationen

Durch die Verpflanzung von Eigenhaar können kahle Bereiche auf der Kopfhaut geschlossen werden. Eigenhaarverpflanzungen sind bei entzündlichem Haarausfall oder der Diagnose Autoimmunkrankheit nicht möglich.

Bei einem neuen Therapieansatz mit körpereigenem Blutplasma spritzen Dermatologen oder plastische Chirurgen plättchenreiches Plasma (PRP = platelet-rich Plasma, aus dem englischen) unmittelbar unter die Kopfhaut. Die PRP-Therapie belegt nach wissenschaftlichen Studien neuen Haarwuchs und stoppt den Haarausfall. Weitere Studien zur Behandlung mit Blutplasma sind künftig geplant und unumgänglich.

News: Stammzelltherapie soll in Zukunft Haarausfall stoppen

Der Forscher Dr. Alexey Terskikh vom Sanford Burnham Prebys Medical Discovery Institute in Kalifornien hat eine neue Technologie zur Bekämpfung von Haarausfall entwickelt und vorgestellt.
Dr. Terskikh erklärt: “Wir sind an einem Punkt, wo wir von einem echten Durchbruch in der zellbasierten Therapie gegen Haarausfall sprechen können.” (Juli 2019) Mehr Informationen gibt’s hier >

Unser Beitragspool zur Thematik Haarausfall

Verwendete Quellen

Literatur:
Psychologie des ersten Eindrucks. Die Sprache der Haare. Dt. Inst.-Verlag, 2001, Bergler, Hoff

Webseiten:

www.volkskrankheit.net/haarausfall
www.priorin.de
www.haarausfall.de
www.magazindergesundheit.de/haarausfall
www.enzyklopaedie-dermatologie.de
www.aerzteblatt.de/archiv/179396/Diagnostik-und-Therapie-von-Haar-und-Kopfhauterkrankungen
www.haarerkrankungen.de/
www.dermatest.de
https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/gibt-es-bald-ein-neues-haarwuchsmittel-stammzelltherapie-soll-haarausfall-stoppen-13450/
https://www.onmeda.de/krankheiten/haarausfall.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Haarausfall
https://www.apotheken-umschau.de/Haarausfall
https://m.fitforfun.de/beauty/pflege/gegen-haarausfall-mit-vitaminen-die-haare-retten_aid_10522.html
https://www.lavita.de/

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