Globuli gegen Haarausfall: Kann Homöopathie wirklich helfen?

Leseempfehlung: Haarausfall – Informativer Wegweiser bei haarigen Problemen / (*Bitte beachten Sie unsere Hinweise in der Fußzeile)

Globuli gegen Haarausfall? Dieser Ratgeber verrät mehr.

Ganz egal, ob Mann oder Frau, eins steht fest: Wenn uns die Haare ausfallen, verlieren wir gleichzeitig an Selbstvertrauen. Denn die Kopfhaare verleihen unserem Gesicht Ausdruck, verraten mehr über unsere Persönlichkeit und sind das Spiegelbild unserer Gesundheit.

Statistischen Zahlen zur Folge leiden 8 von 10 Männer im Alter unter Haarausfall. Die Ursachen dafür sind verschieden. Besonders häufig wird dieser jedoch durch genetische Faktoren getriggert. Wenden sich Betroffenen mit ihrem Leiden an einen Arzt, empfiehlt dieser in der Regel eine medikamentöse Behandlung, mit der zahlreiche Nebenwirkungen einhergehen können. Doch wie steht es eigentlich um homöopathische Wirkstoffe? Dieser Frage sind unsere Autoren nachgegangen und möchten nachfolgend beantworten, ob naturheilkundliche Präparate wie Globuli gegen den Haarausfall helfen können.

Vorab: Der natürliche Wachstumszyklus der Haare

Warum fallen Haare überhaupt aus?

Bei einem gesunden Menschen durchlaufen die Haare einen natürlichen Wachstumszyklus, welcher sich in 3 unterschiedliche Phasen untergliedern lässt. In der ersten Phase (Anagenphase) fängt das Haar an zu wachsen, aus der Haarwurzel auszutreten und wird durch das Pigment Melanin während des Wachstumsprozesses gefärbt. Insgesamt dauert diese Phase zwischen 2 und 5 Jahren. Danach beginnt eine 2-wöchige Katagenphase (Übergangsphase), wobei die Zellteilung gestoppt wird und das Haar nicht mehr mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Zu guter Letzt folgt eine Telogenphase (Ruhephase), welche bei gesundem Haarwachstum bis zu 5 Monate anhalten kann.

Ursachen von Haarausfall

Im Verlauf des aufgezeigten Wachstumszyklus kann es zu verschiedenen Beeinträchtigungen kommen, sodass die Haare frühzeitig aus der Anagenphase (Wachstumsphase) austreten und in die Ruhephase übergehen. Die Folge? Die Haare verlieren an Kraft und man nimmt verstärkten Haarausfall wahr.

Gestört werden kann der Wachstumszyklus durch zahlreiche Faktoren. Dazu gehören beispielsweise anhaltender Stress, eine genetische Veranlagung, Hormonschwankungen, eine unausgewogene Ernährung, eine Krankheit oder auch ein Vitaminmangel

Was sind Globuli?

Globuli sind kleine Streukügelchen, die sich zum größten Teil aus einfachem Haushaltszucker (dem Trägerstoff) und anderen Kohlenhydraten zusammensetzen. Sie werden bei verschiedenen homöopathischen Therapien verschrieben, wobei die Wirksamkeit der kleinen Kügelchen bislang noch nicht wissenschaftliche nachgewiesen wurden. Von Vertreten der Schulmedizin werden die Globuli-Tabletten häufig kritisiert, da sie lediglich einen Placebo-Effekt hervorrufen würden. Einige Gegner von Globuli nennen diese auch gerne “Glaubuli”, womit zum Ausdruck gebracht werden soll, dass man an die Wirksamkeit lediglich glauben kann.

Welche Globuli sollen bei Haarausfall helfen?

In einem anderen Beitrag haben wir uns bereits mit der Wirkung von Schüssler Salzen befasst. Da sich diese zum größten Teil aus Milchzucker zusammensetzen, müssen laktoseintolerante Menschen auf andere naturheilkundliche Präparate setzen.

Ein überaus beliebtes Ersatzmittel sind Globuli Tabletten. Diese setzen sich aus Rohzucker und einem weiteren speziellen Wirkstoff zusammen und können dank ihrer kleinen Größe sowie des süßlichen Aromas ganz unkompliziert eingenommen werden. Doch helfen Globuli wirklich gegen Haarausfall und welche Erfahrungen haben Haarausfall-Betroffene mit den alternativmedizinischen Tabletten gemacht? Wir haben versucht darauf eine Antwort zu finden.

Diese Globuli Tabletten sollen helfen

Im Folgenden werden wir einen Überblick geben, welche Wirkstoffe laut der Naturheilkunde bei welcher Form des Haarausfalls eingesetzt werden können. Wir möchten unsere Leser jedoch noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Wirksamkeit dieser Tabletten nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte.

Kreisrunder Haarausfall

Bei kreisrundem Haarausfall richten sich körpereigene Zellen gegen die Haarfollikel. Betroffene leiden an kahlen und kreisförmigen Stellen am Kopf, am Bart oder auch den Augenbrauen, die sich üblicherweise in Schüben ausbilden.  Als homöopathisches Mittel soll sich dabei Barium Carbonicum mit der Potenz D12 als hilfreich erwiesen haben. Bei kreisrundem Haarverlust nach einem Traumata kann der Wirkstoff Antimonium tartaricum helfen.

Einnahmeempfehlung: 5 Globuli, 3 mal am Tag

Hormonell bedingter Haarausfall

Vor allem unter Frauen ist ein Haarausfall, der durch Veränderungen im Hormonhaushalt (beispielsweise nach einer Schwangerschaft oder die Babypille ) ausgelöst wird nicht gerade unüblich. Abhilfe verschaffen soll der Wirkstoff Sepia mit der Potenz 12.

Einnahmeempfehlung: 5 Globuli, 3 mal am Tag

Durch Stress und psychische Faktoren verursachter Haarausfall

Wenn wir uns zu viel Stress aussetzen, werden vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet, die durch eine Vielzahl biochemischer Prozesse zu Entzündungen an den Haarfollikeln führen können. Anhaltender Stress oder ein seelisches Ungleichgewicht können daher Haarausfall begünstigen oder trockenen sowie spröde Haare verursachen. Gegen dieses Leiden soll der Wirkstoff Acidum phosphoricum mit der Potenz D12 helfen.

Einnahmeempfehlung: 5 Globuli, 3 mal am Tag

Bei Haarausfall und Hautproblemen wie Akne

Wenn diffuser Haarausfall in Kombination mit Hautproblemen auftritt, sollte man den Wirkstoff Selenium mit der Potenz 12 einnehmen.

Einnahmeempfehlung: 5 Globuli, 3 mal am Tag

Haarausfall in den Wechseljahren

Auch in den Wechseljahren kann es aufgrund hormoneller Schwankungen zu Haarausfall kommen. Bei vielen Frauen reagieren die Haarfollikel durch den Rückgang des Östrogenspiegels empfindlicher auf den Botenstoff DHT, welcher aus dem männlichen Sexualhormon gebildet wird. Globuli mit dem Wirkstoff Sepia soll, zumindest vielen Naturheilpraktiker zur Folge, eine Verbesserung bewirken.

Einnahmeempfehlung: 5 Globuli, 3 mal am Tag

Haarausfall in Kombination mit Blasenschwäche und Nierensteinen

Wenn diffuser Haarverlust in Verbindung mit einer Blasenschwäche auftritt, ist es empfehlenswert Globuli mit dem Wirkstoff Delphinium Staphisagria und der Potenz 12 einzunehmen.

Einnahmeempfehlung: 5 Globuli, 3 mal am Tag

Wie sollte man die Globuli Tabletten einnehmen?

Die kleinen Kügelchen sollen 15 Minuten vor oder nach dem Essen bzw. Zähneputzen eingenommen werden. Idealerweise soll man diese einfach auf der Zunge zergehen lassen, um die Wirkung zu maximieren. Wichtig ist, dass die Mundschleimhäute sauber sind, also vor der Anwendung gründlich gereinigt wurde. Laut Experten sollte man die Globuli solange einnehmen, bis man eine Besserung wahrnimmt. Die genaue Dosierung ist vom Krankheitsverlauf und dem spezifischen Wirkstoff abhängig.

Was sagen Erfahrungen

Schaut man sich im Netz nach Erfahrungsberichten über Globuli um, könnten sie verschiedener nicht sein. Viele Anwender berichten, dass die Globuli Tabletten ihre Haarstruktur verbessert sowie Haarausfall gelindert haben. Andere haben von einer mehrmonatigen Einnahme überhaupt keine Veränderung wahrgenommen.

Andere natürliche Mittel

Neben Globuli Tabletten kann man auch auf einige andere natürlichen Mittel setzen, die dank der enthaltenen Nährstoffe das Haarwachstum fördern und nicht krankheitsbedingten Haarausfall ohne Nebenwirkungen lindern sollen. In der Vergangenheit wurde vermehrt die Wirkung von Kokosöl bei Haarausfall diskutiert >

Abschließende Worte

Wenn man sich im Netz nach homöopathischen Mitteln gegen Haarausfall umschaut, stehen Globuli an erster Stelle. Je nach Ursache für den Haarausfall werden überwiegend die folgenden Wirkstoffe genannt.

  • Lycopodium clavatum
  • Arsenicum album
  • Ustilago maydis
  • Barium Carbonicum
  • Vinca minor
  • Phosphorus
  • Acidum hydrofluoricum
  • Selenium

Wenngleich im Netz zahlreiche positive Erfahrungsberichte zu finden sind, bleibt mit Blick auf die Wissenschaft festzuhalten, dass die Wirksamkeit der Kügelchen nie belegt wurde. Ob man einen Selbstversuch mit Globuli startet, sollte also jeder für sich entscheiden.

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Verwendete Quellen

1: https://www.globuli.de/

2: https://www.dhu-globuli.de

3: https://www.fuersie.de/

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